Bürgermitsprache-Aktion

26.01.2017

Umfrage: Bürger bestätigen Bürgerlisten-Linie:
Unsere Lebensqualität ist wichtiger als Verbauung

l 69% wollen nicht mehr als 6.000 Einwohner

l 76% wollen maximal 2 Wohneinheiten

l 82% wollen keine kleineren Grundstücksgrößen


Die Bürger sprechen ein klares Wort

Für eine moderate, den Menschen und der Umwelt gerecht werdende Ortsentwicklung: Das ist zusammenfassend das Ergebnis der Bürgermitsprache-Aktion der Unabhängigen Bürgerliste. Und dieses Ergebnis trifft sich mit der Linie, die von der Bürgerliste in der politischen Diskussion seit jeher vertreten wird.


Was sind die Vorschläge der Bürgerliste?

l Häuser mit max. 2 Wohnungen in bisherigen 3-Wohneinheiten-Zonen (Umwidmung auf max. 2 Wohneinheiten im Flächenwidmungsplan).

l Beibehaltung der bisherigen Mindestgrundstücksgrößen (1000/700 m2).

l Einwohnerzuwachs nur im Rahmen der bereits bestehenden Bauland-reserve (ca. +15% = ca. +800 Einwohner).

l Bessere Infrastruktur (Senioren, Junge, Nahversorgung).

l Entwicklung von umwelt- und ortsbildgerechten Betriebsstandorten.

l Befragung der Bürger zu den geplanten Änderungen.



Die Ergebnisse im Detail




Insgesamt 249 Teilnehmer (198 schriftlich per Fragebogen und 51 per Internet) zeigen, dass das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der künftigen Ortsentwicklung sehr groß ist.

Da jeder Haushalt nur einen Fragebogen zugesandt erhielt, waren „Mehrfachabstimmungen“ in die eine oder andere Richtung (wie im Internet, siehe Bericht weiter unten) kaum möglich.

Moderates Wachstum

69% sind für eine Einwohnerzahl wie bisher bzw. max. 6.000 Einwohner. Das entspricht dem Bevölkerungswachstum, das bei Ausnützung der vorhandenen Baulandreserven und Beibehaltung der bisherigen Art der Bebauung möglich ist.

2 oder 3 Wohneinheiten?

Mehr als drei Viertel der Umfrageteilnehmer sind für Häuser mit max. 2 Wohnungen in den bisher für 3 WE gewidmeten Gebieten. Den 3-Wohnungs-Bauten – vorwiegend durch Bauträger – wird damit eine klare Absage erteilt. Diese Bürgermeinung trifft sich auch mit der bisherigen Art der Bebauung: Laut Statistik Austria (2011) gibt es in Hinterbrühl 1.238 Häuser mit 1 oder 2 Wohnungen, jedoch nur 108 mit 3 oder mehr Wohnungen.

Grundstücksgrößen

Mehr als 80% sprechen sich für die bisherigen Mindestgrundstücksgrenzen von 700 bzw. 1.000 m2 aus. In der vorliegenden Grundlagenforschung zur Ortsentwicklung wurden kleinere Grundstücke angedacht, um mehr „leistbaren“ Wohnraum zu ermöglichen.

Tempo 40 umstritten

Bei den Fragebögen war das Ergebnis 51,52 : 48,48% für Tempo 40.
Bei den Online-Beantwortungen 64,71 : 31,37% für Tempo 50. (siehe auch Bericht weiter unten).
Das knappe Gesamtergebnis von 47,2% für Tempo 40 und 52,8% für Tempo 50 erfordert daher eine Berücksichtigung der Beschwerden und Forderungen von Anrainern durch die Politik. Siehe auch Bericht weiter unten.

Senioren, Infrastruktur

Hohen Stellenwert in den Umfragebeantwortungen hat das Angebot für Senioren. Auch die Verkehrssituation und die Infrastruktur (Kanal etc.) werden als Problemfelder erkannt.


Echte Meinung, unüberlegter „Streich“ –
oder ein Versuch, Bürgerlisten-Umfrage zu manipulieren?

Signifikante Unterschiede zwischen der UBL-Online-Umfrage und den eingesendeten Fragebögen deuten auf einen Versuch hin, das Ergebnis der UBL-Bürgermitsprache-Aktion in eine bestimmte Richtung zu manipulieren.


Online waren 16 der insgesamt 51 Online-Teilnehmer für 8.000, 9.000 bzw. noch mehr Einwohner.

An Hand der IP-Adressen, den „digitalen Fingerabdrücken“, die von Computern bei Internet-Aktivitäten hinterlassen werden, ergibt sich folgendes Bild.


11 Antworten stammen von nur 3 IP-Adressen

11 (anonyme) Beantwortungen stammen von nur drei IP-Adressen. Ein Schwerpunkt war der 5. November zwischen 17.58 und 18.41 Uhr mit neun Einsendungen (2 für 8.000, 5 für 9.000, 2 für mehr als 9.000 Einwohner). Alle 11 waren auch für Tempo 50.

Bei den Einsendern für moderate Bebauung wurden zwei IP-Adressen doppelt verwendet (von verschiedenen Familienmitgliedern namentlich gezeichnet).


Für 9.000 Einwohner: 0,52% oder 18,37%?

Während von den 198 Fragebogen-Einsendern nur einer (0,52%) für 9.000 Einwohner war, bei den Online-Einsendern waren es 9 Personen (18,37%).


Weissenbach, Sparbach, Tempo 40 auch betroffen

Zu Weissenbach und Sparbach sind daher in der Grafik (Seite 2) sowohl das Gesamtergebnis als auch die Frage-bogen- und Online-Ergebnisse dargestellt. Bei Tempo 40 sind die Unterschiede zwischen Fragebogen und Online eklatant und haben das Gesamtergebnis „gedreht“.


Auswirkungen „nur“ bei Tempo-40-Ergebnis

Auch wenn sich diese „Aktion“ auf Grund der hohen Gesamtteilnehmerzahl nur bei Tempo 40  ausgewirkt hat, ist es bedauerlich, dass eine ganz normale Bürgerbefragung zu derartigen Auswüchsen führt.


Alle Einsendungen dennoch berücksichtigt

Die Bürgerliste hat dennoch alle Einsendungen in die Auswertung aufgenommen. Die getrennten Auswertungen (unten) sprechen jedoch eine deutliche Sprache.




Bürgermitsprache als Chance für die Ortspolitik

Als große Chance für die Ortspolitik sind die Ergebnisse der Bürgermitsprache-Aktion der Unabhängigen Bürgerliste zu sehen. Nun liegen eindeutige Zahlen und Fakten über die Meinung der Hinterbrühler Bürger zur Ortsentwicklung vor. Damit ist eine Basis geschaffen, auf der man in gemeinsamen Gesprächen sachorientierte Lösungen zur künftigen Ortsentwicklung erarbeiten kann. Die Unabhängige Bürgerliste ist dazu bereit.


Die hohe Beteiligung an der Umfrage und die eindeutigen Ergebnisse geben der Hinterbrühler Ortspolitik klare Hinweise, in welche Richtung die künftige Ortsentwicklung gehen soll.

Die Bürgerliste hat zu Flächenwidmungs- und Bebauungsfragen in den vergangenen Monaten ausführlich und detailliert Stellung genommen.

Die Ergebnisse der Bürgermitsprache-Aktion decken sich in hohem Maße mit den Positionen, die von der Unabhängigen Bürgerliste vertreten werden. Jetzt liegt es an den anderen Parteien, auch ihre Vorstellungen für die künftige Ortsentwicklung mit konkreten Zahlen, Fakten und Zielen darzulegen.


UBL-Antrag: Widmung auf max. 2 Wohneinheiten

Mehr als 82% der Teilnehmer sprachen sich in der Bürgerlisten-Umfrage für die Widmung auf max. 2 Wohneinheiten in den bisher für max. 3 Wohneinheiten gewidmeten Gebieten Hinterbrühls aus. Die Bürgerliste wird einen entsprechenden Antrag auf Änderung des Flächenwidmungsplanes einbringen.


Gemeinsame Gespräche – alle an einen Tisch

Und dann wird es Zeit, sich an einen Tisch zu setzen und in sachliche, unvoreingenommene Gespräche einzutreten, wie die Wünsche und Vorstellungen unserer Bürgerinnen und Bürger in einem tragfähigen, zukunftsorientierten Ortsentwicklungskonzept umgesetzt werden können.


Bürgermitsprache weiterhin ermöglichen

Die Bürgerliste wird sich dafür einsetzen, dass die Entscheidungen über die künftige Ortsentwicklung auch weiterhin im Dialog mit den Hinterbrühler Bürgerinnen und Bürgern erfolgt. Seitens der Bürger besteht sichtlich hohe Bereitschaft, sich an diesem Dialog zu beteiligen.



Heftige politische Reaktionen


Für viele Bürger total überraschend waren die heftigen politischen Reaktionen auf den Start der Bürgerlisten-Befragungsaktion. Statt die ernsthafte Diskussion des Themas Bebauung in einem Raumordnungsausschuss zu starten, wurden oft statt Argumenten nur „starke“ Worte gebraucht.


„Nicht normal, Angstmache, Demagogen …“

Nicht gerade aus einem Fachwörterlexikon für Bebauungsfragen stammen die Bezeichnungen, die vom politischen Mitbewerb für die Bürgerlisten-Aktion und deren Organisatoren gefunden wurden.

Die Aktion war jedoch nicht „unseriös“ und „manipulativ“, sie beruhte auch nicht auf „Erfindungen“, wie eine ÖVP-Zeitung behauptete. Sie basierte auf den ganz konkreten Aussagen der „Grundlagenforschung“ eines Raumplanungsbüros, das von der Gemeinde mit dieser Studie beauftragt wurde.


Die „Kapazitätsprobe“ ergibt 9.000 Einwohner

Laut Bürgermeister sei die Studie nur eine „Kapazitätsprobe“, um festzustellen, wie viele Einwohner der Ort maximal fassen könnte. Das Ergebnis war eindeutig: 9.000 Einwohner sind möglich! Daher ist es legitim, diese Zahl zu diskutieren und die Grenzen für das erwünschte Wachstum auszuloten.


ÖVP: Keine konsistenten Festlegungen bisher

Erst kurz vor Weihnachten veröffentlichte die ÖVP ihre Ziele, jedoch ohne konkrete Zahlen und Festlegungen.

Aber immerhin: Damit könnte die ÖVP eine „Abrüstung der Worte“ einleiten. Das wäre schon was.



40er auf Hauptstraße: Knappes Ergebnis.
Ein Sonderfall ist die Johannesstraße

Der knappe Ausgang der Tempolimit-Befragung erfordert eine eingehende Betrachtung der Detailergebnisse. Besonders der große Wunsch der Johannesstraßen-Bewohner nach Tempo 40 sollte beachtet werden.


Grundsätzlich können sich fast die Hälfte der Einsender Tempo 40 auf der gesamten Hauptstraße vorstellen, nur in einzelnen Teilbereichen der Hauptstraße jedoch nicht.

Tempo 40 für gesamte Hauptstraße denkbar

Für Tempo 40 auf der gesamten Hauptstraße waren mehr als 51,52% der Fragebogeneinsender, jedoch nur 32,65% der Online-Umfrageteilnehmer (siehe auch Bericht oben).

Dieses Abstimmungsverhalten „drehte“ das Gesamtergebnis auf 52,8% für Tempo 50 zu 47,2% für Tempo 40.

Dass das Gesamtergebnis dennoch so knapp war, sollte in den künftigen Entscheidungen berücksichtigt werden.

Interessant ist, dass sich sehr viele Umfrageteilnehmer zu den Tempolimit-Fragen geäußert haben, die nicht in der Hauptstraße/Johannesstraße wohnen.

Johannesstraße: 96% der Einsender für Tempo 40

Von den Einsendern aus der Johannesstraße waren 96,15% für Tempo 40, nur 3,85% sprachen sich für die Beibehaltung von Tempo 50 aus.

Das werten wir als klaren Auftrag an die Gemeindepolitik, die Lärm- und Abgasprobleme der Anrainer dieser Hauptausfallstraße aus dem Ort Richtung Autobahn ernst zu nehmen.

Andere Einzelabschnitte: 55% der Anrainer für 40

In den übrigen Einzelabschnitten der Hauptstraße sprachen sich im Schnitt 55,56% der unmittelbaren Anrainer für Tempo 40 aus.

Die Ergebnisse der Gesamtauswertung

Das Gesamtergebnis aller Einsendungen zu Tempo 40 auf der Hauptstraße zeigt folgendes Bild:

im gesamten Verlauf

47,20% für Tempo 40

52,80% für Tempo 50

Johannesstraße

31,63% für Tempo 40

68,37% für Tempo 50

Hauptstraße bei BILLA

38,04% für Tempo 40

61,96% für Tempo 50

Hauptstraße von Apotheke bis SPAR

38,46% für Tempo 40

61,54% für Tempo 50

Hauptstraße von SPAR bis Gaadner Straße

26,37% für Tempo 40

73,63% für Tempo 50



05.12. 2016

Riesenerfolg für unsere Bürgermitsprache-Aktion:
Umfrage bis Mitte Jänner verlängert

Die bisher vorliegenden Ergebnisse der Bürgerlisten-Fragebogenaktion zu Bebauung und Verkehr zeigen ein klares Bild: Die Bürger wünschen nur moderate Bebauung, Häuser mit maximal 2 Wohnungen in den bisher für 3 Wohneinheiten gewidmeten Bereichen des Ortes und sie lehnen kleinere Grundstücksgrößen als bisher erlaubt eindeutig ab. Der unverändert hohe Rücklauf an Fragebögen (bisher mehr als 200) veranlasst die Bürgerliste,
die Befragungsaktion weiter zu verlängern. Gerne senden wir Fragebögen zu. Bitte einfach anfordern bei buergerliste@hinterbruehl.at oder bei Gf. GR Ferdinand Szuppin, 0660 604 50 10.

Die Bürgerliste setzt weiterhin auf den Dialog mit den Bürgern und verlängert die Aktion bis Mitte Jänner 2017. Für uns ist der Bürgerwille ein entscheidendes Kriterium für unsere Arbeit. Es ist wichtig, dass möglichst viele Bürger über die Zukunft unseres Ortes ihre Meinung sagen.


Bisherige Ergebnisse sind eindeutig

Aus den bisher mehr als 200 Einsendungen ergibt sich ein klarer Trend für moderate Bebauung, für 2 Wohneinheiten und für die bisherigen Grundstücksgrößen. Dennoch: Uns interessiert auch Ihre Meinung

Bei Bedarf bitte Fragebogen anfordern

Wir senden Ihnen gerne auf Anforderung Fragebögen zu.

Weiters haben Sie auf unserer Homepage www.hinterbruehl.at die Möglichkeit, abzustimmen.

Fragebogen anfordern:
buergerliste@hinterbruehl.at oder Ferdinand Szuppin, 0660 604 50 10.

Fragebogen abgeben, leicht gemacht

per Post senden, oder bei Bürgerlisten-GR Anita Scherz, Parkstraße 25, in den Postkasten geben, oder

beim Weihnachtsstandl der Unabhängigen Bürgerliste am Sonntag, 11. Dezember, 10–13 Uhr, abgeben bzw. ausfüllen.



05.12. 2016

Dass Bürger um ihre Meinung gefragt werden,
findet der Bürgermeister „nicht normal“

Übelste Angstmache“, „nicht mehr normal“?

Diese Äußerungen von Bürgermeister Moser sind in der NÖN Nr. 45 nachzulesen. Die Grundlagenforschung eines Raumordnungsbüros zu einem neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan stellt konkrete Vorschläge für mehr Verbauung, Nachverdichtung, Aufschließungszonen etc. zur Diskussion.

Moser redet das als „Kapazitätsprobe für die Infrastruktur“ klein.

Billige Polemik statt sachorientierter Politik

Den von der Bürgerliste geführten Dialog mit den Bürgern polemisch als „nicht mehr normal“ zu bezeichnen und andererseits einem offenen Dialog mit den Bürgern und den anderen Gemeinderatsparteien auszuweichen, ist das Gegenteil von „Zusammenarbeit“ und sachorientierter Politik.

Heute noch absolute Macht – aber 2020?

Auch wenn sich Bgm. Moser heute wenig um die Meinung der Bürger zu scheren scheint: Bei der nächsten Gemeinderatswahl Anfang 2020 werden ihm vielleicht entscheidende Stimmen abgehen. Denn: Die Wähler haben ein gutes Gedächtnis …


Siehe auch „AKTUELL“



31.10.2016


Liebe Hinterbrühlerinnen und Hinterbrühler!

Mit dem nächsten Flächenwidmungs- und Bebauungsplan werden Weichen gestellt für die nächsten Generationen, für die Zukunft unseres Ortes, das Ortsbild, unsere Lebensqualität und letztlich auch für den künftigen Wert unserer Grundstücke und Häuser.

Der Unabhängigen Bürgerliste ist es wichtig, Ihre Vorstellungen und Wünsche zur künftigen Ortsentwicklung zu erfahren. Für uns ist Politik nicht Selbstzweck, sondern Arbeit auf der Seite der Bürger. Dazu bedarf es eines Dialoges, an dem möglichst viele teilnehmen können. Unsere Bürgermitsprache-Aktion zu den Themen Bebauung und Verkehr erscheint ein taugliches Mittel zu diesem Ziel.

Uns ist bewusst, dass wir Sie mit einem komplexen Thema konfrontieren. Aber die
künftige Entwicklung unseres Ortes soll nicht über Ihre Köpfe hinweg entschieden werden.

Bitte reden Sie mit!

Gf. GR Johanna Riedl

Obfrau der Unabhängigen Bürgerliste

Gf. GR Ferdinand Szuppin

Fraktionsobmann der Unabhängigen Bürgerliste



Bürgermitsprache-Aktion
Bebauung und Verkehr

Hinterbrühl hat derzeit ca. 15% Baulandreserve, Platz genug für viele Jahre und für 15% (gut 800) mehr Einwohner – und das bei ortsbildgerechter Bebauung. Dennoch könnte nun diese „Bevölkerungsreserve“ auf bis zu 50% (+4.000 Einwohner, 9.000 Einwohner insgesamt) ausgeweitet werden. Wozu?

Es gibt zwar keine Bauland-Neuwidmungen, Mittel zum Zweck sind „Nachverdichtung“ in bestehendem Bauland, 3-Wohneinheiten-Bauträger-Projekte, Filetierung von Grundstücken in „Aufschließungszonen“.  Wollen die Bürger diese Entwicklung?

Die Bürgerliste startet daher eine Bürgermitsprache-Aktion: Wie viele Einwohner verträgt der Ort? Welche Probleme verursacht eine ungebremste Verbauung? Welchen Grundstücksgrößen und welcher Art der Bebauung soll der Vorzug gegeben werden? Bitte sprechen Sie mit. Auf Sie kommt es an.



Informationen – kurz und kompakt


Bis zu 9.000 Einwohner in Hinterbrühl möglich.
Was die ÖVP wirklich plant, ist noch geheim


Ortsbild erhalten – Einwohnerzahl erhöhen?

Bis zu 9.000 Einwohner im Ort (Hinterbrühl, Weissenbach und Sparbach) wären laut der Studie eines Büros für Flächenwidmungs- und Bebauungsplanung möglich. Erreicht werden könnte das durch Bauträger-„Schuhschachteln“ zwischen Ein- und Zweifamilienhäusern, Filetierung von Bauland zur Profitmaximierung, Mini-Grundstücksflächen wie im flachen Land. Soll das die Zukunft von Hinterbrühl, Weissenbach und Sparbach werden?

Wäre die vorhandene Infrastruktur einer so deutlichen Bevölkerungszunahme gewachsen? Schon heute gehen Kanäle bei Regen über. Ist es zumutbar, dass sich der Autoverkehr verdoppelt? Können ausreichende Einkaufsmöglichkeiten geschaffen werden? Wollen das die Bürgerinnen und Bürger?


Mehr Einwohner – wer hat etwas davon?

Welchen Nutzen hätte die Gemeinde von einer massiven Zunahme der Bevölkerungszahl? Welchen Nutzen hätten die Bürger? Was sind die wahren Beweggründe hinter diesen Plänen?

Von manchen wird vermutet, dass es der ÖVP-Gemeindeführung auch und vor allem darum geht, möglichst rasch Einnahmen zu lukrieren – z. B. aus Aufschließungskosten, Anschlussgebühren, Ertragsanteilen pro Hauptwohnsitzer …


Was die Bürgerliste vorschlägt

Häuser mit max. 2 Wohnungen in bisherigen 3-Wohneinheiten-Zonen (im Plan unten hellrot ausgewiesen)

Beibehaltung der bisherigen Mindestgrundstücksgrößen

Einwohnerzuwachs nur im Rahmen der bereits bestehenden Baulandreserve (ca. +15%)

Bessere Infrastruktur (Senioren, Junge, Nahversorgung)

Entwicklung von Betriebsstandorten

Befragung der Bürger zu den geplanten Änderungen



Das sind die Hintergründe. Informieren Sie sich im Detail


In nächster Zeit fallen tief greifende Entscheidungen für die Zukunft Hinterbrühls: Soll mehr Verbauung ermöglicht werden oder sollen Ortsbild, Umwelt- und Lebensqualität ihren Stellenwert behalten? Die Unabhängige Bürgerliste ist der Meinung, dass darüber nicht die Politik alleine entscheiden soll und startet daher zu dem Thema eine Bürgermitsprache-Aktion. Hier unsere Sicht der Dinge und die wesentlichsten Fakten aus einer Studie.


Die „Grundlagenforschung“ eines Büros für Flächenwidmungs- und Bebauungsplanung zeigt, welche maximale Einwohnerzahlen bei „Optimierung“ der Baulandgrundstücke und der Bebauungsmöglichkeiten für die drei Ortsteile Hinterbrühls möglich sind. Die ÖVP legte sich bisher nicht fest, was sie aus dieser Studie gleich oder später verwirklichen will. Und was sagt diese Studie?


„Nachverdichtung“, Aufschließungszonen …

Bei Ausnützung aller Baulandreserven, „Nachverdichtung“ im bestehenden Wohngebiet, bis zu 3 Wohnungen auf Bauklasse-I- und Bauklasse-II-Grundstücken und neuen „Aufschließungszonen“ ist eine Verdoppelung der Einwohnerzahl von derzeit ca. 5.200 (inkl. Zweitwohnsitzer) auf bis zu mehr als 9.000 Einwohner möglich.


Auch ohne alle Änderungen sind 800 Einwohner mehr möglich

Schon jetzt erlauben die vorhandenen unbebauten Bauland-Grundstücke einen Bevölkerungszuwachs von rd. 800 Einwohnern. Das sollte eigentlich für viele Jahre genug sein.


Was will die ÖVP?

Einerseits preist die ÖVP das gewachsene Ortsbild als erhaltenswert, andererseits strebt sie eine „Nachverdichtung“ im bestehenden Bauland an, die im Lauf der Zeit unweigerlich eine nachhaltige Veränderung des derzeitigen Ortsbildes herbeiführen würde – egal ob das ÖVP-Ziel 9.000 oder „nur“ 7.000 Einwohner sind.


ÖVP:  Mit „Salamitaktik“ die Ziele erreichen?

Aus der ÖVP-Vorgangsweise bei Flächenwidmungs- und Bebauungsplan-Änderungen in den Jahren 2011 und 2013 ist eine „Salamitaktik“ zu erkennen: Eine neue Bestimmung jetzt, eine andere Bestimmung ein paar Jahre später. Und irgendwann ist man dann dort, wo man immer schon hin wollte. Möglicherweise wird auch jetzt diese Taktik angewendet, um sagen zu können: „Es ist eh nicht so arg, wie es die Bürgerliste darstellt“.


UBL: Wohngemeinde mit gehobenem Standard

Die Unabhängige Bürgerliste will, dass Hinterbrühl weiterhin eine Gemeinde bleibt, die den Ansprüchen der Bürgerinnen und Bürger auf gehobenen Wohnstandard und hohe Lebensqualität in grüner Natur gerecht wird.

Dem Siedlungsdruck aus der nahen Großstadt darf nicht nachgegeben werden. Wir sind nicht im flachen Land, wo beliebig Siedlungen aus dem Boden gestampft werden können.




Fragen & Antworten – zu einem komplexen Thema

Was versteht man unter 3 Wohneinheiten (3 WE)?

In bestimmten Zonen Hinterbrühls dürfen Häuser mit 3 Wohnungen (Fachbegriff 3 Wohneinheiten) gebaut werden. Wie auch bei größeren Mehrfamilienhäusern muss jede dieser Wohnungen getrennt zugänglich sein. Diese Bauform kommt vor allem Bauträgern entgegen.

Für ein Wohngebiet in Hinterbrühl haben dessen Bewohner bereits eine Rückwidmung auf 2 Wohneinheiten beantragt.


Was sind die Gefahren bei 3 Wohneinheiten pro Grundstück?

Die meisten Hinterbrühler Grundstücke sind mit Ein- und Zweifamilienhäusern bebaut. Wird ein solches Grundstück an einen Bauträger verkauft, kommt vermutlich umgehend der Bagger, macht alles platt und dann wird ein Haus mit 3 Wohnungen hingebaut. Statt einem Nachbarn haben Sie plötzlich drei, statt zwei Autos stehen möglicherweise sechs Autos vor der Tür.


Wo sind diese 3-Wohneinheiten-Zonen?

Häuser mit 3 Wohneinheiten sind praktisch in allen Bereichen Hinterbrühls zulässig (hellrote Flächen im Plan).


Wer braucht 3 Wohneinheiten?

Offenbar kaum jemand. Laut Statistik Austria gibt es in Hinterbrühl 1.238 Ein- und Zweifamilienhäuser, aber nur 108 Häuser mit drei oder mehr Wohnungen (Stand 2011).


Wie ist das in Nachbargemeinden geregelt?

Eine 3-Wohneinheiten-Widmung in Nachbargemeinden ist der Redaktion nicht bekannt. In Maria Enzersdorf sind weite Teile des Ortes für Häuser mit maximal 2 Wohnungen gewidmet.


Welche Grundstücksgrößen gibt es jetzt?

In Hinterbrühl muss ein Grundstück mindestens 1.000 m2 groß sein, um bebaubar zu sein. Grundstücksteilungen ab 1.400 m2 auf 700 m2 sind möglich, wenn von Bauklasse II auf Bauklasse I rückgewidmet wird. Aber auch auf 700-m2-Grundstücken sind Häuser mit 3 Wohnungen möglich. In Weissenbach und Sparbach ist die Mindestgrundstücksgröße 700 m2.


Kleinere Grundstücke: Droht „Verhüttelung“?

Eine Verkleinerung der bisherigen Grundstücksgrößen ist angedacht. Eine Verhüttelung wie im flachen Land könnte die Folge sein. Ein Haus muss mindestens 80 m2 Grundfläche haben, 20% eines Grundstücks dürfen bebaut werden. Eine Mindestgrundstücksgröße von 400 m2 wäre demnach möglich. Bei zwei oder drei Stockwerken sind Wohnungsgrößen von 160–240 m2 realisierbar.


Mehr Verkehrsbelastung?

Mehr Einwohner, mehr Autoverkehr. Da viele nach Wien zur Arbeit fahren oder ihre Kinder dort zur Schule bringen, wird die Hauptstraße und die Johannesstraße noch mehr belastet. Bereits jetzt kommt es am Morgen auf der Urlaubskreuzstraße und Dreisteinstraße Richtung A21-Auffahrt Gießhübl zu erheblichen Staus. Hinzu kommen die Autofahrer, die von Mödling zur Autobahnauffahrt Gießhübl fahren. Die flapsige Feststellung von ÖVP-Ausschussobmann Peter Pikisch „Es müssen ja nicht alle zur gleichen Zeit nach Wien fahren!“ wird Pendlern und Anrainern wenig hilfreich sein.


Reicht die Infrastruktur?

Kindergärten, Schulen, Hort, Infrastruktur: Bauliche Erweiterungen an den jetzigen Standorten sind schwierig. Schon heute ist für den Hort-Neubau kein Geld vorhanden. Sowohl Einkaufsmöglichkeiten als auch Arbeitsplätze sind im Ort rar.


Reichen die Kanäle?

Die Kläranlage Mödling hat nur eine beschränkte Kapazität. Bei zu viel Schmutzwasser wird der Kanal seitens Mödling abgesperrt und die Fäkalien sprudeln in Hinterbrühl aus den Kanaldeckeln bzw. müssen in den Mödlingbach abgeleitet werden.