Hochwasserzonen Mödlingbach


Für den Mödlingbach und die Hinterbrühler Ortsbäche wurden vom Land Niederösterreich bzw. vom Lebensministerium Untersuchungen über mögliche Hochwassergefahren vorgelegt.


Die Studie über den Mödlingbach wurde von der ÖVP-SPÖ-Gemeindeführung im Gemeindeamt ein halbes Jahr unter Verschluss gehalten, die Studie über die Bäche im Hinterbrühler, Weissenbacher und Sparbacher Ortsgebiet wurde erst nach Bürgerprotesten in einer Bürgerversammlung vorgestellt. Entlang der gefährdeten Zonen der Hinterbrühler Ortsbäche wurde mittlerweile eine Bausperre verfügt.


Rasche Planungen für Hochwasserschutzmaßnahmen an den Ortsbächen, insbesondere beim Gießhübler Bach,  wurden von der Unabhängigen Bürgerliste bereits eingefordert. Bekanntlich ist in der Vergangenheit schon einmal die Tiefgarage der Billa-Gemeindewohnbauten bis zu 1,7 Meter unter Wasser gestanden.


In der Mödlingbach-Studie des Landes NÖ werden ganz konkrete Schutzmaßnahmen in zwei Stufen vorgeschlagen:

1. Schutzmauern bis zu 1,5 Metern Höhe an vier Stellen des Ortsgebiets.

2. Falls das für Gaaden vorgeschlagene Wasserrückhaltebecken nicht errichtet wird, wären zusätzlich sogar 17 Brücken und Stege in Hinterbrühl anzuheben oder neu zu bauen.


Die Unabhängige Bürgerliste fordert die rasche Planung und Umsetzung von wirkungsvollen Hochwasserschutzmaßnahmen für den Mödlingbach. Ob diese auf Basis der Vorschläge der Landesstudie oder auch auf andere Weise erfolgen können, ist von Experten zu klären. Den ersten Schritt muss jedoch die Gemeindeführung setzen.


Lesen Sie bitte die nachstehenden Detailinformationen zu den einzelnen Hochwasserszenarien. Wir haben für Sie weiter unten eine umfassende Dokumentation der beiden Studien zum Herunterladen zusammengestellt. Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.



30.06.2016

Hochwasserdebatte im Gemeinderat: Bürgermeister schäumt

Im Juni gab es zweimal nach Gewittern Hochwasseralarm beim Gießhübler Bach. Die Feuerwehr musste ausrücken und Verklausungen (Verstopfungen bei Einlauf des Baches in die Verrohrung) beseitigen. Dies nahm der Unabhängige Bürgerliste zum Anlass, im Gemeinderat einen Antrag zu stellen, geeignete Hochwasserschutzmaßnahmen zu entwickeln und auch umzusetzen.


Dringlichkeitsantrag der Unabhängigen Bürgerliste

Mit dem Dringlichkeitsantrag zum Thema „Hochwasserschutz am Gießhübler Bach“ wollte die Unabhängige Bürgerliste im Hinterbrühler Gemeinderat eine sachliche Diskussion und die Realisierung geeigneter Maßnahmen gegen die Hochwassergefahr einleiten. Letztlich wurde der Bürgerlisten-Antrag einstimmig angenommen und am 6. Juli wird es ein Gespräch mit einem Hochwasser-experten geben, zu dem auch die Unabhängige Bürgerliste eingeladen ist.


Dem Beschluss vorangegangen ist seitens Bürgermeister Moser und Ausschuss-Obmann Peter Pikisch (beide ÖVP-Aktionsgemeinschaft) eine Schlammschlacht. Die beiden warfen der Unabhängigen Bürgerliste vor, nur auf Schlagzeilen aus zu sein und den Antrag aus populistischen Gründen gestellt zu haben. Auf den Vorhalt der Bürgerliste, dass der gesamte Bereich von der Hundeauslaufzone an der Gießhübler Straße bis zu den Gemeindebauten bei Billa in der gelben Hochwasserzone lägen, entgegnete Bgm. Moser: „Wenn Bürger in den Gelben Zonen bauen, ist das ihr Risiko, wegen der Gelben Zonen werden wir keine Staumauer bauen“. Zur immer wieder überfluteten Gießhübler Straße stellte ROA-Obmann Peter -Pikisch lakonisch fest, dass damit die Eignung der Straße als Retentionsbecken bestens erwiesen sei“. Das ist aus Sicht der Bürgerliste Zynismus pur und stellt eine Verhöhnung der betroffenen Bürger dar.


In den vergangenen Jahren standen zum Beispiel u. a. die Tiefgaragen und Keller der Gemeindebauten bei Billa einige Male bis zu 1,7 Meter tief unter Wasser. Wegen der drohenden Hochwassergefahr müssen Anrainer Vermögensschäden fürchten und sind in der Bebauung ihrer Grundstücke eingeschränkt. Daher ist die unverzügliche Entwicklung und Realisierung geeigneter Hochwasserschutzmaßnahmen für die Bürgerliste unabdingbar.


Jahrelang ist nichts weitergegangen

Obwohl das Thema bereits seit Jahren virulent ist, geht nichts weiter. Immer wieder gibt es unterschiedliche Aussagen: Der Bürgerliste sagten Bgm. Moser und ROA-Obmann Pikisch noch vor einer Woche, Ursache der Überflutungen wären die Verklausungen (Verstopfungen durch Treibgut) des Bacheinlaufes in die unterirdische Verrohrung, das Rohr selbst sei ausreichend aufnahmefähig. Dieses Problem wäre aus Bürgerlisten-Sicht möglicherweise mit einem entsprechend großen Rigol zu lösen gewesen. Nun wieder spricht der Bürgermeister in der NÖN Nr. 26 von Wassermassen, denen man mit einem Rigol nicht Herr werden kann. Er sagt aber nichts über die anfallenden Wassermengen, über die Aufnahmefähigkeit der Abflussrohre, Fließgeschwindigkeiten etc. Es fehlt offenbar das Basiswissen.


Alle diese Fakten müssen jedoch auf den Tisch, um wirksame Maßnahmen entwickeln zu können. Auf Basis dieser Fakten ist dann sachlich zu planen  – und vor allem rasch umzusetzen. Emotionale Ausbrüche des Bürgermeisters wie in der Gemeinderatssitzung sind entbehrlich und einer Lösung nicht dienlich.



20.06.2016

Gießhübler Bach: Bürgerliste beantragt Hochwasserschutz-Maßnahmen

Seit Jahren fordert die Unabhängige Bürgerliste wirksame Maßnahmen gegen die Überflutungen der Gießhübler Straße, die bei nahezu jedem stärkeren Regen auftreten. In der Vergangenheit wurden sogar schon die Keller und Tiefgaragen der Gemeindebauten bei Billa überflutet.


Im Juni 2016 hat es wieder zwei Mal bei etwas stärkerem Regen Überflutungen der oberen Gießhübler Straße gegeben. Ursache waren Verklausungen beim Einlauf des Baches in die Bachverrohrung durch mitgerissene Äste und sonstiges Schwemmgut. Seit Jahren werden von den jeweiligen ÖVP-Bürgermeistern Verbesserungen dieses Einlaufes versprochen. Bereits vorgenommene Maßnahmen haben keinen Erfolg gebracht.


Daher hat die Unabhängige Bürgerliste am 20. 6. 2016 einen Antrag an den Gemeinderat gerichtet, weiterführende und vor allem zielführende Maßnahmen zu planen und in Auftrag zu geben. Dies soll unter Hinzuziehung eines Wildbachverbauungs-Spezialisten und Einbeziehung der zuständigen Behörden des Landes und des Bundes geschehen. Ziel ist eine nachhaltige Sicherung vor Überflutungen im gesamten Verlauf des Baches, da zahlreiche an den Bach angrenzende Grundstücke im Hochwasserplan als Gelbe Zonen eingezeichnet sind.


Der Vorschlag der Bürgerliste ist, im Bereich des Umkehrplatzes – dort wo die Überflutungen ihren Ausgangspunkt haben, Rigole anzubringen, in die das überfließende Wasser abrinnen kann und wieder in die Bachverrohrung eingeleitet wird. Das wäre eine rasche und relativ preisgünstig umzusetzende Sofortmaßnahme. Ob und wie weit Hochwasserschutzmaßnahmen im oberen Bachverlauf möglich sind (und was sie kosten würden), müssen Experten feststellen.



04.09.2012

Keine Fortschritte beim Hochwasserschutz


Dass die Forderungen der Unabhängigen Bürgerliste, dem Hochwasserschutz im Ort höheren Stellenwert beizumessen, berechtigt sind, hat der nun zu Ende gehende Sommer eindrucksvoll bestätigt. Die Ereignisse in der Steiermark haben gezeigt, dass

Hochwasserkatastrophen auch dort geschehen können, wo sich „die ältesten Leute nicht an Derartiges erinnern können“.

Seitens der ÖVP-SPÖ-Gemeindeführung liegen bisher keine konkreten Vorschläge für den Hochwasserschutz auf dem Tisch.

Die Empfehlung der Landesstudie zum Mödlingbach, Hochwasserschutzmauern zwischen 0,5 und 1,5 Metern Höhe an vier Stellen des Ortes zu errichten bzw. 17 Brücken und Stege anzuheben, falls in Gaaden kein Hochwasserrückhaltebecken errichtet wird, sind die einzigen bisher (von Landesexperten) vorgeschlagenen Maßnahmen.

Dieser Experten-Vorschlag wird von der Gemeindeführung unter Verdrehung der Tatsachen als Bürgerlisten-Anregung denunziert, die Hinterbrühl zuzumauern. Diese Behauptung zeigt, dass es der Gemeindeführung selbst bei diesem ernsten Thema wichtiger ist, politisches Kleingeld zu machen, als konstruktive Lösungen anzubieten.

Keine Alternativen, keine Ideen

Folgende Lösungen wurden seitens der Gemeindeführung genannt – und gleich dazu gesagt, warum sie nicht zu verwirklichen sind: Die von Landesexperten vorgeschlagenen Hochwasserschutzmauern seien bei den Bürgern nicht durchsetzbar.

Der Bürgermeister persönlich sieht eine Ausholzung und Eintiefung des Bachbettes des Mödlingbaches um 2 Meter als einzig sinnvolle Maßnahme. Diese sei jedoch politisch nicht durchsetzbar und der Bau eines Rückhaltebeckens in Hinterbrühl sei wegen Problemen beim Grundstückserwerb nicht machbar.

Was aber ist machbar? Nichts zu machen, ist keine Lösung.

Sofortmaßnahmen

nicht getroffen

In der Zivilschutzausschuss-Sitzung am 31. 5. 2012 wurde einstimmig empfohlen, als Sofortmaßnahme 2000 Sandsäcke anzuschaffen und diese den vom Hochwasser des Mödlingbachs gefährdeten Haushalten gegen Kostenbeteiligung zur Verfügung zu stellen. Weiters wurde in der Sitzung angeregt, eine Bürgerinformationsveranstaltung unter Beiziehung von Experten des Landes zum Thema Hochwasserschutz abzuhalten. Beides wurde bisher seitens der ÖVP-SPÖ-Gemeindeführung nicht umgesetzt.

*

Diesen Sommer gab es in Hinterbrühl zwar einige heftige Gewitter, zum Glück blieben jedoch Überschwemmungen aus.



16.06.2012

Hochwasserschutz: ÖVP verbreitet Unwahrheiten


Im ÖVP-Blatt „Forum Hinterbrühl“ wird behauptet, die Opposition fordere als Hochwasserschutz die Einmauerung des Mödlingbachs mit der Entfernung sämtlicher Bäume im Bachbett. Das ist eine glatte Unwahrheit.

Wahr ist, dass die Hochwasserstudie des Landes Niederösterreich für den Mödlingbach folgende Hochwasserschutzmaßnahmen empfiehlt:

1. Schutzmauern bis zu 1,5 Metern Höhe an vier Stellen des Ortsgebiets.

2. Falls das für Gaaden vorgeschlagene Wasserrückhaltebecken nicht errichtet wird, zusätzlich die Anhebung von 17 Brücken und Stegen in Hinterbrühl.

Da die ÖVP-SPÖ-Gemeindeführung es bisher unterlassen hat, von Experten andere Hochwasserschutzmaßnahmen erarbeiten zu lassen, liegen bisher als einzige nur die Landesvorschläge am Tisch und sind zu diskutieren. Wenn andere Lösungen möglich und zielführend sind, ist die Unabhängige Bürgerliste gerne dabei. Herr Bürgermeister, werden Sie endlich aktiv!


Bgm. Moldan für Ausholzung des Bachbetts!

Bürgermeister Benno Moldan wurde von der Unabhängigen Bürgerliste auf mögliche Hochwasserschutzmaßnahmen für den Mödlingbach angesprochen. Anstatt Lösungen anzubieten, beschränkte er sich darauf, aufzuzählen, was nicht geht:

  1. 1.Nach seiner Meinung am sinnvollsten wäre die Ausholzung des Bachbettes und dessen Eintiefung um 2 Meter. Dies wäre jedoch politisch nicht durchsetzbar.

  2. 2.Der Bau eines Wasserrückhaltebeckens am westlichen Ortsrand. Dies wäre aber wegen Grundeigentumsrechten nicht möglich.

  3. 3.Die vom Land vorgeschlagenen Maßnahmen (siehe oben) seien völlig überzogen und ebenfalls nicht machbar.

Auf die Frage, welche Maßnahmen denn nun möglich wären, blieb er die Antwort schuldig …


Unabhängige Bürgerliste schlägt Anschaffung von Sandsäcken für betroffene Haushalte vor

Als Sofortmaßnahme konnte die Unabhängige Bürgerliste die Anschaffung von Sandsäcken durch die Gemeinde erreichen. In einem ersten Schritt werden laut Zusage des Bürgermeisters 2.000 Säcke bestellt.

Diese Säcke sollen betroffenen Haushalten gegen einen Kostenbeitrag zur Verfügung gestellt werden, um im Falle eines Hochwassers gegebenenfalls Hauseingänge, Kellerfenster etc. selbst schützen zu können.

Hintergrund des Vorschlages ist die Tatsache, dass die Feuerwehr im Notfall nicht bei allen Haushalten gleichzeitig sein kann und eine Eigenvorsorge daher sinnvoll ist.



05.05.2012

Mögliche Hochwassergefahren vom Mödlingbach für Hinterbrühl

(Siehe auch unseren Bericht unten vom 22.03.2012)


Eine Hochwasser-Studie des Landes Niederösterreich weist die Überflutungszonen bei einem statistisch alle 30, 100 und 300 Jahre auftretenden Hochwasser für den Verlauf des Mödlingbachs von Gaaden bis Achau aus.

Von einem 300-jährlichen Hochwasser wären große Teile der Hinterbrühl betroffen. Ausdrücklich wird in der Studie gesagt, dass ein 300-jährliches Hochwasser ein Restrisiko darstelle, das aber durchaus realistisch eintreten könne. So gab es im Kamptal im August 2002 ein 1000-jährliches Hochwasser.


Einige bebaute Gebiete Hinterbrühls befinden sich jedoch sogar im Bedrohungsbereich eines 100-jährlichen Hochwassers:

  1. Haberlsiedlung–Sauerstiftung

  2. Abzweigung nach Weissenbach–Franz-Schubert-Straße

  3. Kröpfelsteig–Brühlegg

  4. Parkstraße zwischen Anningerstraße und Gartengasse

  5. BMTC–An der Königswiese (bereits Ortsgebiet Mödling)

In der Zone eines 100-jährlichen Hochwassers ist im Bauland eine Bausperre zu erlassen!


In dem Gutachten werden auch Hochwasserschutzmaßnahmen empfohlen und Kosten dafür genannt: Für 6 Hochwasserschutzmauern werden 805.000 Euro veranschlagt. Falls in Gaaden kein Rückhaltebecken gebaut wird, müssten in Hinterbrühl zusätzlich 17 Brücken und Stege angehoben oder sogar neu errichtet werden. Gesamtkosten für alle Maßnahmen: 2,266 Millionen Euro! Üblicherweise übernehmen Bund und Land je 40% dieser Kosten, die Gemeinde muss 20% tragen. Das heißt, die umfassende Variante käme Hinterbrühl billiger als das umstrittene Radweg-Projekt.

Die Unabhängige Bürgerliste wird sich für die raschest mögliche Umsetzung der in der Studie vorgeschlagenen Hochwasserschutzmaßnahmen einsetzen.



Hochwasserpläne zum Herunterladen


Plan-Übersicht über die möglichen Überflutungszonen im Ortsgebiet von Hinterbrühl. Die in der Hochwasserstudie vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen sind eingezeichnet.

Hochwasserzonen und Schutzmaßnahmen


Zu erwartende Wassertiefen bei einem 100-jährlichen Hochwasser.

Bitte zu beachten, dass die Farbwiedergabe nur eine ungefähre Zuordnung der Wassertiefen zulässt.

Wassertiefen bei HQ100


In der Hochwasser-Studie empfohlene Hochwasserschutzmaßnahmen

Hochwasserschutz-Studie (Auszug)


Einzelblätter der Pläne für HQ30 und HQ100

00 Mögliche Retentionsfläche Gaaden

01 Abschnitt Abzw. Sparbach-Lackfabrik

02 Lackfabrik

03 Marxvilla

04 Nonnenwiese

05a Haberlsiedlung

05b Haberlsiedlung

06 Sauerstiftung

07 Höldrichsmühle

08 Brühlegg-Spar

09 Kreuzung Kröpfelsteigstraße-Hauptstraße

10 Abschnitt Höldrichsmühle-Helmstreitgasse

11 Anningerstraße-Beethovengasse

12 Helmstreitgasse-Gartengasse

13 Beethovenpark

14 Helmstreitgasse-Cafe Seegrotte

15 Abschnitt Helmstreitgasse-Vorderbrühl

16 BMTC


Einzelblätter der Pläne für HQ30, HQ100 und HQ300 zum Download

17 Lehenbauer-Höldrichsmühle HQ 30, 100, 300

18 Sauerstiftung HQ 30, 100, 300

19 Höldrichsmühle-Jugendhaus HQ 30, 100, 300

20 Brühlegg-Spar HQ 30, 100, 300

21 Anningerstraße-Parkstraße HQ 30, 100, 300

22 Beethovengasse-Dr. Huber HQ 30, 100, 300

23 Gartengasse HQ 30, 100, 300

24 Helmstreitgasse-Cafe Seegrotte HQ 30, 100, 300

25 Gärtnerei-BMTC HQ 30, 100, 300


Der gesamte Hochwasserplan ist im NÖ-Atlas im KartenCenter zu finden.

http://www.intermap1.noel.gv.at/webgisatlas/(S(w4ttu2azgky2vezpagl4xc55))/init.aspx?karte=atlas_bh



22.03.2012, ergänzt 05.05.2012

Mödlingbach: NÖ Hochwasserbericht ein halbes Jahr liegen gelassen!


Die mögliche Gefährdung der Anrainer entlang des Mödlingbachs durch Hochwasser scheint der ÖVP-SPÖ-Gemeindeführung ziemlich Wurscht zu sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass eine Hochwasserstudie des Landes Niederösterreich über den Mödlingbach bereits seit 3. Oktober 2011 im Gemeindeamt unter Verschluss liegt. Es gab bisher keine Information an den Gemeinderat, keine Ausschussberatung, keine Bürgerinformation, nichts.

Im Zuge von Recherchen stieß die Unabhängige Bürgerliste auf die brisante Studie, in der die Überflutungsbereiche eines 30-jährlichen, 100-jährlichen und 300-jährlichen Hochwassers eingezeichnet sind.

Besondere Brisanz hat ein Passus im Begleitschreiben. Ausdrücklich wird u. a. festgehalten: „Für unbebaute Baulandwidmungen, die im Überflutungsbereich eines 100-jährlichen Hochwassers liegen, ist gemäß NÖ Raumordnungsgesetz eine Bausperre zu erlassen.“ Im Flächenwidmungsplan sei dieser Bereich ebenfalls darzustellen.

Nichts davon ist geschehen, und man fragt sich, warum. Sollen gewisse Bauprojekte noch auf der Basis alter Hochwasser-Gutachten durchgezogen werden? Zu denken ist an den Radweg mit Überplattung des Mödlingbaches und an den Neubau des SPAR-Marktes.


Umfangreiche und kostspielige Hochwasserschutzmaßnahmen empfohlen

In dem Gutachten werden auch Hochwasserschutzmaßnahmen empfohlen und Kosten dafür genannt: Für 6 Hochwasserschutzmauern werden 805.000 Euro veranschlagt. Falls in Gaaden kein Rückhaltebecken gebaut wird, müssten in Hinterbrühl zusätzlich 17 Brücken und Stege angehoben oder sogar neu errichtet werden. Gesamtkosten für alle Maßnahmen: 2,266 Millionen Euro!

Üblicherweise übernehmen Bund und Land je 40% dieser Kosten, die Gemeinde muss 20% tragen. Das heißt, die umfassende Variante käme Hinterbrühl billiger als das umstrittene Radweg-Projekt.





Hochwasserzonen der Ortsbäche


22.03.2012

Gefahrenzonenplan: Bausperre und Resolution beschlossen


In der Gemeinderatssitzung am 20. 3. 2012 wurde einstimmig eine Bausperre für alle in den ausgewiesenen Gefahrenzonen für die Hinterbrühler Ortsbäche liegenden Grundstücke beschlossen. Weiters wurde – ebenfalls einstimmig – eine Resolution an das Lebensministerium beschlossen, in der die Überarbeitung und Präzisierung des Gefahrenzonenplans gefordert wird. (Ausführliche Berichte über den Gefahrenzonenplan unten).

Zum Resolutionstext


Wirtschaftlichen Schaden für Grundeigentümer vermeiden

Die Unabhängige Bürgerliste hat in der Sitzung darauf hingewiesen, dass speziell im Fall des Gießhübler Baches dringender Handlungsbedarf bestehe und dass objektiv bestehende Gefährdungspotentiale an allen untersuchten Bachläufen durch geeignete Maßnahmen und mit finanzieller Unterstützung von Bund und Land rasch und nachhaltig zu beseitigen sind. Durch die gesetzlich vorgeschriebene Bausperre können die betroffenen Grundeigentümer einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden erleiden, der nur durch rasche Hochwasserschutzmaßnahmen wieder rückgängig gemacht werden kann.



29.02.2012

Unverständliche Geheimniskrämerei um Gefahrenzonenplan


Von der Öffentlichkeit möglichst unbemerkt wollte offenbar die ÖVP-SPÖ-Gemeindeführung den vom Lebensministerium in Auftrag gegebenen Gefahrenzonenplan für Hinterbrühl, Weissenbach und Sparbach wirksam werden lassen: Von Freitag, 30. Dezember 2011 bis Freitag, 27. Jänner 2012 lag der Plan am Gemeindeamt zur öffentlichen Einsichtnahme auf.

Wer schaut mitten in den Weihnachtsferien auf der Amtstafel nach, ob ein neues Auflageverfahren angekündigt wird? Also ab einem Tag vor Silvester bis zum 8. Jänner 2012 sicher niemand! Von der 29-tägigen Frist blieben also netto lediglich 15 Werktage für Stellungnahmen.


Warum keine Ankündigung im Gemeindeboten?

Warum wurde die Auflagefrist nur in der gesetzlich vorgeschriebenen Minimalvariante (Amtstafel) angekündigt?  Warum wurden die Bürgerinnen und Bürger nicht umfassend mittels Gemeindeboten über den Gefahrenzonenplan informiert?  Im Weihnachts-Gemeindeboten finden sich zwar viele Selbstbeweihräucherungen und unter anderem auch die Termine für Hochzeiten im Gemeindeamt im Mai (!) 2012, jedoch kein Wort über den Gefahrenzonenplan.

Während die „Absage“ eines  Autobahn-Parkplatzes in Sparbach und eine Polemik gegen die Unabhängige Bürgerliste im Zusammenhang mit einer geplanten (und schließlich an den – richtigen – Argumenten der UBL gescheiterten) Grünlandwidmung in Bauland der ÖVP-SPÖ-Gemeindeführung jeweils einen Sonder-Gemeindeboten wert war, fand man die umfassende Bürgerinformation über den Gefahrenzonenplan mit seinen möglicherweise weit reichenden Konsequenzen offenbar nicht wichtig genug.


Unabhängige Bürgerliste informierte unverzüglich

Lediglich die Unabhängige Bürgerliste hat das Auflageverfahren unmittelbar nach Bekanntwerden am 2. 1. 2012 auf der Bürgerlisten-Homepage und in Mails an die Newsletter-Abonnenten angekündigt. Zur Newsletter-Bestellung


Frist für Stellungnahme verlängert

Auf Grund der Bürgerproteste wurde die Frist für Stellungnahmen zum Gefahrenzonenplan bis 30. März 2012 verlängert. Nützen Sie bitte die Möglichkeit zur Information und Stellungnahme. Für die erste Orientierung finden Sie weiter unten Abbildungen aller Planausschnitte, die Sie durch Anklicken vergrößern und auch ausdrucken können.


Bausperre verhängt

Für die betroffenen Grundstücke wurde eine Bausperre verhängt. Das heißt, Neubauten sind in den gelb ausgewiesenen Zonen je nach individueller Lage möglich, jedoch gegebenenfalls nur mit entsprechenden Sicherheitsauflagen.

In rot ausgewiesenen Zonen sind Neubauten erst wieder möglich, wenn die Überflutungsgefahr durch geeignete Maßnahmen ausgeschlossen wird.



29.02.2012

Neuer Gefahrenzonenplan – Fiasko oder Chance?


Wie ist der Gefahrenzonenplan derzeit sachlich einzuschätzen?

Droht ein Fiasko für Grund, Eigentum und Vermögen der Bürger oder bietet der Plan eine Chance, den erkannten Gefahren zu begegnen und rechtzeitig gegenzusteuern?

Das hängt von den nächsten Schritten der Gemeindeführung ab: Werden die im Gefahrenzonenplan dargestellten Hochwasserbedrohungen rasch beseitigt oder begnügt man sich mit einer Bausperre und verschärften Bebauungsvorschriften in den betroffenen Bereichen? In letzterem Fall könnten tatsächlich für Haus- und Grundstückseigentümer massive wirtschaftliche wirtschaftliche Schäden drohen.


Chance erkennen und nützen

Die Anerkennung der Gefahrenzonen durch das zuständige Ministerium öffnet allerdings weit das Tor für Förderungen durch Bund und Land. Diese Chance darf die Gemeindeführung nicht verpassen. Sofort nach Inkrafttreten des Gefahrenzonenplans müssen geeignete technische und bauliche Maßnahmen ergriffen werden, um die Hochwasserbedrohung umfassend zu beseitigen.


Unklarheiten beseitigen, Informationen vertiefen

Der Gefahrenzonenplan legt ein HQ150, also ein sich alle 150 Jahre wiederholendes Hochwasser zu Grunde.

Noch bestehen Unklarheiten, ob bei der Datenerhebung für den Gefahrenzonenplan alle Fakten richtig bewertet wurden und ob die Darstellung der Überflutungszonen da und dort überzogen ist. Auch fehlt es an Informationen über die zu erwartenden Wasserstandshöhen in den „Gelben Zonen“. Es ist ein Riesenunterschied, ob das Wasser beim Kellerfenster rein rinnen könnte oder ob man sich lediglich die Schuhe nass macht.


Hochwasserschutz ist wichtiger als Radwegträumereien

Die SPÖ-ÖVP-Gemeindeführung hat jüngst angekündigt, das umstrittene Radweg-Projekt zwischen Höldrichsmühle und Abzweigung Weissenbach wiederbeleben zu wollen. Das Geld sollte statt dessen unverzüglich in den Hochwasserschutz investiert werden.


Kamptal 2002: 1000-jähriges Hochwasser

Vielen noch erinnerlich sind die dramatischen Szenen beim Hochwasser 2002 im Kamptal. Damals trat ein Tausendjähriges Hochwasser auf. Statistisch gesehen sollte es erst wieder in 1000 Jahren auftreten. Tatsächlich könnte es sich aber schon morgen wiederholen.

In der Marktgemeinde Hinterbrühl kann daher ein HQ150, also ein hundertfünfzigjähriges Hochwasser, jederzeit auftreten. Das kann morgen sein oder erst in hundert Jahren. Wer aber könnte und wollte die Verantwortung dafür übernehmen, dass es nicht oder nicht in absehbarer Zeit kommt.

Daher ist ein umfassender Hochwasserschutz ein Gebot der Stunde – mit Verantwortung und Augenmaß.



29.02.2012

Die Gefahrenzonen im Detail


Mit einem Klick können Sie die Planblätter öffnen, ausdrucken und in Originalgröße auf Ihrem Computer sichern.

In den rot markierten Flächen ist bei einem HQ150 (Hochwasserereignis, das statistisch alle 150 Jahre eintritt), mit schweren Sachschäden und Lebensgefahr zu rechnen. Neubauten sind in diesen Zonen nicht möglich. Die gelb markierten Flächen werden bei einem HQ150 überflutet, es besteht jedoch keine Gefahr für Menschenleben. Sachschäden können auftreten. Eine Bebauung ist mit individuellen Auflagen möglich. In den Plänen sind leider die Wasserhöhen nicht angegeben, die bei Überflutung erreicht werden können.

























02.01.2012

Hinterbrühler Gefahrenzonenplan liegt bis 27. 1. 2012 auf


Der Entwurf zum Hinterbrühler Gefahrenzonenplan liegt seit 30. 12. 2011 bis einschließlich 27. 1. 2012 zur öffentlichen Einsichtnahme im Hinterbrühler Gemeindeamt (Bauamt) auf. Sollten Sie im Einzugsbereich eines Baches (in Hinterbrühl, Weissenbach oder Sparbach) wohnen oder dort ein Grundstück besitzen, sollten Sie in diesen Plan Einsicht nehmen. Entlang mancher Bachläufe sind teilweise große Flächen als bei Hochwasser gefährdet eingezeichnet.



 

Hochwasser