15.04.2016

Kein Platz für Senioren in Hinterbrühl

Viel wird versucht, um mehr Zuzug nach Hinterbrühl zu erreichen. Völlig ignoriert wird jedoch offenbar der Bevölkerungsschwund durch die Abwanderung von Senioren.


Wenn Hinterbrühler Senioren Unterstützung bei ihrer Lebensführung brauchen, stehen ihnen die Angebote der Heimhilfe zur Verfügung oder sie bekommen Unterstützung aus der Familie und der Nachbarschaft. Alle, für die diese Form der Hilfe nicht ausreichend ist, müssen sich außerhalb Hinterbrühls umsehen.

Früher gab es in Hinterbrühl mehrere Seniorenheime: Das Ellen-Hagen-Haus, das Katharinenheim, das Josefsheim.

Keine Seniorenheime – die Älteren wandern ab

Wer heute einen Platz in einem Seniorenheim oder betreutes Wohnen braucht, muss sich in den Nachbargemeinden umsehen – oder seinen Hauptwohnsitz in Wien belassen, um das dortige Angebot für Senioren in Anspruch nehmen zu können. Einige hundert Einwohner hat Hinterbrühl auf diese Weise eingebüßt.

Angebot in Hinterbrühl wäre ein Gewinn für alle

Betreutes Wohnen auf den Gründen der Sauerstiftung und ein Seniorenheim mit vollem Betreuungsangebot wären wünschenswerte Ziele. Gewinnen würden alle – die Senioren, die im gewohnten Umfeld nahe der Familie bleiben könnten, Arbeitsplätze in der Betreuung würden geschaffen, mehr Steuereinnahmen wären möglich, der Bevölkerungsschwund wäre gestoppt.



26.01. 2017

Geld für Hochwasserschutz

„Panikmache“ wurde der Unabhängigen Bürgerliste vorgeworfen, als sie auf die Probleme beim Hochwasserschutz für den Gießhübler Bach hingewiesen hat.

Nach der offenbar reflexartigen „Panikmache“-Reaktion auf Bürgerlisten-Vorschläge und einer darauf folgenden Nachdenkphase wurden nun doch vorerst 60.000 Euro für Hochwasserschutzmaßnahmen beim Gießhübler Bach im Gemeindebudget veranschlagt.

Für einen umfassenden Schutz wird das Geld sicher nicht reichen. Aber ein erster Schritt ist erfreulicherweise getan.



01.03.2015

Schwerpunkt: Bürgerliste für Wende in Verbauungs- und Verkehrspolitik

Keine anderen Themen haben die Hinterbrühler Bürgerinnen und Bürger in den vergangenen Jahren so bewegt, wie die Fehlentwicklungen in der Bebauungspolitik und die ständig zunehmende Verkehrsbelastung in allen Ortsteilen, insbesondere durch den LKW-Verkehr.

Als Erleichterungen für private Hausbauer gedachte Änderungen in den Bebauungsbestimmungen wurden von Bauträgern gnadenlos für ihre Projekte ausgenützt. Die Folgen für das Ortsbild sind nicht zu übersehen. Dass diese Entwicklung gestoppt wird, erwarten viele Hinterbrühlerinnen und Hinterbrühler von der Gemeindeführung. Die Parteiengespräche nach der Gemeinderatswahl haben jedoch gezeigt, dass diese Botschaft bei manchen ÖVP-Politikern noch nicht angekommen ist.

In der Verkehrspolitik zeichnet sich ab, dass die Argumente vieler Bürger und der Unabhängigen Bürgerliste die ÖVP zu einem Umdenken veranlasst haben könnten.

In diesen Parteiengesprächen hat die Unabhängige Bürgerliste zur Verbaungs- und Verkehrspolitik schwerpunktmäßig folgende Überlegungen eingebracht:

  1. Großvolumige Bauträgerprojekte bedeuten nicht automatisch höhere Einwohnerzahlen, die von der ÖVP offenbar gewünscht werden.

  2. Die Stagnation der Bevölkerungszahlen liegt nicht am Mangel an Wohnraum, sondern an der mangelnden Infrastruktur.

  3. Ältere Mitbürger ziehen aus dem Ort weg, da es an Nahversorgungseinrichtungen fehlt.

  4. Es gibt kein Seniorenheim im Ort. Dadurch sind ältere Menschen oft gezwungen, z. B. nach Wien abzuwandern, um dort den Anspruch auf einen Platz in einem Seniorenheim zu erwerben.

  5. Investitionen in diese Bereiche würden nach Ansicht der Bürgerliste nachhaltiger auf die Bevölkerungsentwicklung wirken, als immer neue Bauprojekte.

  6. Gegen die zunehmende Verkehrsbelastung müssen dringend Maßnahmen getroffen werden:

  7. Ein 24-Stunden-LKW-Fahrverbot (ausgenommen Ziel- und Quellverkehr) ist von den zuständigen Behörden zu fordern. Dieses gibt es praktisch flächendeckend seit langem auf den Straßen östlich der B17. Warum nicht bei uns?

  8. Die Gebiete, die als „Ziel- und Quellverkehr“ definiert sind, müssen enger definiert werden. Eine LKW-Fahrt z. B. von Gumpoldskichen nach Gaaden kann nicht als Ziel- und Quellverkehr akzeptiert werden.

  9. Bisher ist LKW-Verkehr, der westlich der B17 (Triester Straße) entsteht, als Ziel- und Quellverkehr definiert. Das ist zu ändern.

  10. Bürgerlisten-Vorschlag ist, den Verlauf der Südbahnstrecke als neue Grenze zu definieren. Damit müsste der Verkehr fast aller Gewerbegebiete zwischen Gumpoldskirchen, Mödling, Maria Enzerdsorf, Brunn und Perchtoldsdorf über die Autobahnen A2 und A21 abgewickelt werden. Das wäre ein Gewinn nicht nur für Hinterbrühl, sondern für die gesamte Region.

  11. Das 50-km/h-Limit auf der B11 entlang der Haberlsiedlung und die Errichtung einer Bushaltestelle ist entsprechend den Forderungen einer Unterschriftenaktion von Anrainern umzusetzen.

  12. Die Sanierung und Verkehrsberuhigung der Johannesstraße ist nach der Kanalsanierung vordringlich.

  13. Weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen sind durch Erhebung konkreter Daten einzuleiten.



01.03.2015

Architektenwettbewerb: Wie geht es weiter?

Wenige Wochen vor der Gemeinderatswahl wurde die massive Kritik der Architektenkammer an der Ausschreibung für die geplante Wohnhausanlage hinter dem neuen SPAR-Markt bekannt. Bekanntlich wurde den teilnehmenden Architekten im Ausschreibungstext ein EU-weiter Wettbewerb angekündigt. Dass diese Verpflichtung nicht eingehalten wurde, hat die Architektenkammer aufgedeckt und massiv kritisiert. Weiterer Kritikpunkt war, dass Wettbewerbszeichnungen entgegen der Geheimhaltungsverpflichtung in einer SPÖ-Wahlzeitung veröffentlicht wurden. Nun ist die ÖVP-Gemeindeführung am Zug, den Wettbewerb im Zusammenwirken mit der Architektenkammer auf eine rechtlich korrekte, transparente und faire Basis zu stellen.



09.11.2014

Bank-Austria-Standort: Ideal für Nahversorger!

Die Bank-Austria-Filiale Hinterbrühl schließt im Dezember 2014. Diese bedauerliche Tatsache gibt aber auch die einmalige Chance, die Nahversorgung in Hinterbrühl mit einem Schlag wesentlich zu verbessern.


Die Unabhängige Bürgerliste schlägt vor, dass die Gemeindeführung im Gespräch mit allen Beteiligten versucht, in den frei werdenden Räumlichkeiten die Ansiedlung eines Lebensmittelgeschäftes zu ermöglichen.

Der Standort ist zentral gelegen, leicht erreichbar und ideal für viele – auch -ältere – Menschen, für die das Einkaufen zu Fuß wieder möglich wäre. Damit wäre die durch die Abwanderung von SPAR an den Ortsrand entstandene – und von vielen Bürgerinnen und Bürgern kritisierte – schlechte Nahversorgungssituation im Hinterbrühler Ortszentrum wieder etwas verbessert.

Was meinen Sie zu unserem Vorschlag?
eMail buergerliste@hinterbruehl.at


2371 Hinterbrühl, Waldgasse 22/C/12



04.10.2014

Vbgm. Klein baut größtes Wohnbauprojekt Mödlings „mitten in Hinterbrühl“:

77 Wohneinheiten belasten Hinterbrühl

Hinterbrühls Vizebürgermeister Ing. Hermann Klein zeigt wieder einmal, wo seine wahren Interessen liegen: Verbauen, verbauen, verbauen.

Als Geschäftsführer der IG-Immobilien, einer Tochtergesellschaft der Nationalbank, kaufte er vor einem Jahr das Grundstück der Arbeiterkammer-Sozialakademie in der Brühler Straße 73. Nun realisiert er dort eine Wohnhausanlage mit 77 Wohneinheiten. Die NÖN schreibt unter dem Titel „Start für den Gartenpark“, das Projekt liege zwar „von der Adresse her zwar in Mödling … de facto (jedoch) mitten in Hinterbrühl“.

Belastung durch den Autoverkehr …

Dass durch diese Anlage die Infrastruktur Hinterbrühls zusätzlich belastet wird, ist klar. So muss man mit ca. 130 Fahrzeugen in dieser Anlage rechnen, die häufig durch unseren Ort zur Autobahnauffahrt Gießhübl gelenkt werden. Was das für die Bewohner der Hauptstraße und der Johannesstraße – und den Kreuzungsbereich – bedeutet, kann man sich ausrechnen.

und der Kanal wird noch öfter übergehen!

Die 77 zusätzlichen Haushalte werden den ohnehin schon überlasteten Fäkalkanal noch mehr beanspruchen. Und bei Überlastung dreht die Kläranlage Mödling die Einleitung des Hinterbrühler Kanals in den Hauptstrang nach Mödling beinhart ab! Die Hinterbrühler Straßen werden noch öfter mit Fäkalien übeschwemmt sein …

Wer hat Hinterbrühls Interessen vertreten?

Niemand sagt, dass dort nicht gebaut werden darf: Aber als SPÖ-Vizebürgermeister hätte sich Ing.Klein eigentlich für ein Hinterbrühl schonenderes Projekt einsetzen sollen. Hat er aber sichtlich nicht. Das Geschäft war ihm offenbar wichtiger als die politische Vertretung der Interessen unserer Bevölkerung …





04.10.2014

Kanalbau Johannesstraße: Jetzt wird Schmutzwasserkanal saniert


Nach der Sanierung des Regenwasserkanals und der Wasserleitung im heurigen Jahr folgt im nächsten Jahr die Sanierung des Schmutzwasserkanals. Diese wird in offener Bauweise und teilweise auch aufgrabungsfrei im Inliner-Verfahren durchgeführt.

Bürgerliste: Auf Anrainer Rücksicht nehmen

Die Johannesstraße ist eine der wichtigsten Ausfallstraßen im Ort. Technisch geeignete Umleitungsstrecken sind nicht vorhanden bzw. den Bewohnern und den Autofahrern auch nicht zumutbar. Daher muss – wie auch schon heuer – die Baustelle Johannesstraße so organisiert werden, dass es sowohl für die Bewohner als auch für die Autofahrer so wenig Belastungen als möglich gibt.

Ampelregelung nach -Möglichkeit vermeiden

Alle haben noch das Chaos zu Beginn der heurigen Baustelle in Erinnerung, als die Kreuzung Johannesstraße–Hauptstraße mit Ampel geregelt und ein Teil der Hauptstraße als Einbahn geführt wurde. Das sollte den Bürgern nächstes Jahr erspart bleiben.



04.10.2014

Mödlingbach: Gras und Chlor bringen Fische um


Wegen des immer wieder auftretenden Fischsterbens werden entlamg des Mödlingbachs verstärkt Kontrollen auf Verschmutzungen und unerlaubte Einleitung von Flüssigkeiten durchgeführt. Die Kontrollorgane dürfen Personen anhalten, Ausweiskontrollen durchführen und sind verpflichtet, bei Verstößen gegen die Vorschriften Anzeige zu erstatten. Die Strafen können erheblich sein.

Viele werfen – ohne die Folgen zu bedenken – Grünschnitt, Gras und anderen Unrat in den Bach. Andere leiten das Wasser aus ihren Pools in den Bach. Beides ist für den Fischbestand tödlich.

Grünschnitt und Gras beginnen zu gären, die freigesetzten Stoffe sind für Fische, Krebse und andere Lebewesen tödlich.

Das chlorierte Wasser von Pools hat schon gar nichts im Bach verloren. Dieses Wasser muss am Eigengrund zur Versickerung gebracht werden und darf auch nicht in den Schmutzwasserkanal gelangen. Ausnahme: Das Wasser wird 2 Monate nicht chloriert. Dann hat sich das Chlor verflüchtigt.

Mödlingbach soll wieder „Bächlein helle“ werden

Die Fotos geben einen Eindruck von den Ablagerungen und Verunreinigungen– und von deren fatalen Folgen. Und sie machen deutlich, warum die Behörden eine schärfere Überwachung durchführen lassen.

Es wäre schön, wenn der Mödlingbach wieder das von Schubert besungene Forellenbächlein würde. Es braucht nur ein bisschen Einsicht und Rücksicht …




19.07.2014

Sparbacher Dorfgemeinschaft: Zweckmäßiges Vereinshaus


Das derzeitige Haus der Sparbacher Dorfgemeinschaft ist in einem desolaten Zustand, ein Neubau ist im Gespräch. Feuchte Mauern, mangelhafte Sanitäreinrichtungen sowie viele andere Mängel schließen laut Fachleuten eine Sanierung zu vertret-baren Preisen aus. Grund genug, darüber nachzudenken, wie der engagierten Dorfgemeinschaft ein geeigneter Rahmen für ihre vielfältigen Aktivitäten geschaffen werden kann.


Zu teuer und praxisfern

Es kursieren Pläne der Gemeideführung für den Umbau des Feuerwehrhauses samt Anbau eines Veranstaltungssaales für 130 Personen . Diese Entwürfe finden bei den Betroffenen keinen besonderen Anklang, da sie weder den Anforderungen der Dorfgemeinschaft noch denen der Feuerwehr gerecht werden.


Bürgerliste: Zweckmäßiges Gemeinschaftshaus

Die Bürgerliste tritt dafür ein, gemeinsam mit der Sparbacher Dorfgemeinschaft ein Projekt auf dem Grundstück des derzeitigen Hauses zu erarbeiten, das mit flexiblen Grundrissen an die jeweiligen Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft angepasst werden kann, Stauraum bietet und außerdem eine Rasenfläche für Kinderspiele und Sommerfeste frei lässt.


Feuerwehrhaus praxisgerecht umbauen

Für das Sparbacher Feuerwehrhaus muss ein eigenes Umbaukonzept erstellt werden, das voll auf die Erfordernisse eines modernen Feuerwehrbetriebes zugeschnitten ist.



19.07.2014

Kanalbaustelle Johannesstraße: Bürgerliste erreicht Verbesserungen


Größter Kritikpunkt war die anfangs 3-minütige Rot-Phase der Baustellen-Ampel und die dadurch verursachten langen Staus bis in den Kreuzungsbereich mit der Hauptstraße. Zu manchen Zeiten ging an dieser Kreuzung gar nichts mehr. Dazu kam der Lärm durch im Stand laufende Motoren, Abgase, Behinderungen beim Zu- und Ausfahren von Grundstücken etc.

Die Bürgerliste sprach mit Anrainern, mit dem Bauamt der Marktgemeinde Hinterbrühl und dem bauüberwachenden Ziviltechnikerbüro Zischka. In konstruktivem Klima konnte als erste Verbesserung die Verkürzung der Ampelphase auf 1,5 Minuten erreicht werden. Bereits diese Maßnahme führte zu einer wesentlichen Entspannung der Situation.

Weiterer Vorschlag der Unabhängigen Bürgerliste war, die Ampel nicht 24 Stunden in Betrieb zu halten, sondern diese außerhalb der Arbeitszeiten und an den Wochenenden auszuschalten und den Verkehr mit „Wartepflicht-bei-Gegenverkehr“-Tafeln zu regeln. Dieser Vorschlag wurde nach dem Oster-Wochenende umgesetzt.

Außerdem regte die Bürgerliste einen Brief des Bürgermeisters an die Baustellen-Anrainer über den Umfang, den Ablauf und den Terminplan der Langzeitbaustelle an.


Umfassende Sanierung mit Verkehrsberuhigung

Bei der bevorstehenden Sanierung der Johannesstraße sollte die Gemeindeführung – unter Einbindung der Bürger – beim Land eine  verkehrsberuhigte Gestaltung durchsetzen.



19.07.2014

Hauptstraße 19: Kaufangebot für Gemeindewohnungen


Der Gemeinderat hat beschlossen, in der Wohnhausanlage Hauptstraße 19
(Billa-Häuser) nicht nur frei gewordene Gemeindewohnungen zum Kauf anzubieten, sondern auch den derzeitigen Mietern für ihre Wohnungen ein Kaufangebot zu machen.

Mietern, die ihre Wohnung ohnehin auf Dauer behalten wollen, ist damit die Möglichkeit geboten, an ihrer Wohnung Eigentum zu begründen und die Wohnung allenfalls später an ihre Kinder weitergeben zu können.

Natürlich muss jeder für sich selbst kalkulieren und entscheiden, ob er lieber in günstiger Miete bleiben will oder die Möglichkeit nützt, trotz höherer monatlicher Belastung (für die Laufzeit des Hypothekarkredites) seine bisher gemietete Wohnung zu kaufen.

Es liegt ein Schätzgutachten mit gestaffelten Preisen vor: Für Neukäufer beträgt der Kaufpreis EUR 2.500,–/m2, für Mieter, die ihre Wohnung zwischen 1. 1. 2000 und 31. 12. 2010 gemietet haben, EUR 2.400,–/m2 und für Mieter, die ihre Wohnung bereits vor dem 1. 1. 2000 gemietet haben, EUR 2.325,–/m2.

Fragen kostet nichts!

Wenn Sie Mieter einer Wohnung in den Billa-Häusern sind und grundsätzlich Interesse am Kauf Ihrer Wohnung haben, wenden Sie sich bitte um nähere Auskünfte an das Gemeindeamt.

In der Gemeindewohnhausanlage Hauptstraße 29 wurden von den bisher 7 verkauften Wohnungen 3 von „neuen“ Käufern und 4 von bisherigen Mietern gekauft. Die -übrigen Mieter sind dem Kaufangebot nicht näher getreten.



19.07.2014

Bauprojekt Sauerstiftung: Betreutes Wohnen – oder doch nicht?


Betreutes Wohnen für Ältere und leistbare Start-Wohnungen für junge Hinterbrühler: Diese langjährige Forderung der Unabhängigen Bürgerliste könnte auf den Sauerstiftungs-Grundstücken hinter dem neuen SPAR-Markt umgesetzt werden. Oder auch nicht.


Unklare Zieldefinitionen

Während die ÖVP von „Start-Wohnungen“ und „Betreutem Wohnen“ spricht, hört man von SPÖ-Vizebürgermeister Klein den Begriff „Generationswohnen“. Meinen ÖVP und SPÖ überhaupt das selbe? Derzeit ist davon die Rede, in der Anlage einen Gemeinschaftsraum und einen Raum für Ärzte vorzusehen. Aber reicht das, um von „Betreutem Wohnen“ sprechen zu können?


Barrierefreiheit nötig und professionelle Hilfe vor Ort

Die Unabhängige Bürgerliste meint, nein. „Betreutes Wohnen“ sollte nach unserer Auffassung neben absoluter Barrierefreiheit auch die Möglichkeit der ständigen Betreuung durch Pflegedienstleister vor Ort beinhalten. Unterstützung beim Einkauf, beim Kochen, bei der Raumpflege, bei persönlichen Verrichtungen sollte den älteren Bewohnern Hilfe geben, wo sie diese brauchen und ihnen ihre Selbstständigkeit lassen, wo sie alleine zurecht kommen. Ebenfalls zu berücksichtigen ist die Möglichkeit des Aufenthalts im Freien und der Begegnung mit anderen Bewohnern. Dazu sind kurze Wege und nach Möglichkeit auch überdachte Wege in der Anlage sinnvoll.


Welche Wohnungen brauchen junge Menschen?

Für junge Menschen stellt sich die Situation völlig anders dar. Sie sind mobil und flexibel, ihr Leben entwickelt sich ständig weiter: Heute starten sie als Single, morgen gehen sie eine Partnerschaft ein, in einigen Jahren gründen sie eine Familie. Wie kann man diesem Szenario gerecht werden?

In den ÖVP-SPÖ-Publikationen ist lediglich von Wohnungen in einer Größe von 40–60 m2 die Rede. Ob man mit solch kleinen Wohnungen die unterschiedlichen Bedürfnisse älterer und auch junger Menschen ausreichend abdeckt, erscheint fraglich. Es sollte jedenfalls nicht ein „Single-Ghetto“ entstehen. Viel mehr ist eine ausgewogene Mischung aus Seniorenwohnungen, Start-Wohnungen, 2-Personen-Wohnungen und Familienwohnungen zu überlegen.


Gemeinde muss zuerst klare Ziele definieren

Bevor ins Blaue hinein Wettbewerbe veranstaltet, geplant und gebaut wird, sollte eine professionelle Bedarfserhebung für Senioren- und Jugend-Wohnformen durchgeführt werden. Schließlich geht es um ein Projekt, das den Menschen über Jahrzehnte dienen soll und nicht um ein beliebiges Bauprojekt, das nach Vergabe der Wohnungen einfach abgehakt wird.


Einfluss der Gemeinde nachhaltig sicherstellen

Daher muss durch geeignete Vereinbarungen und die Wahl des richtigen Partners bei der Umsetzung eine nachhaltige Sicherung des Start- und Seniorenwohnkonzeptes mit entsprechendem Einfluss der Gemeinde gesichert werden. Wie das im Einzelnen geschehen soll, wird in den nächsten Monaten in den Gemeinderatsgremien zu verhandeln sein.


Architektenwettbewerb wird ausgeschrieben

Die Gemeindeführung wird einen Architekten-Wettbewerb ausschreiben. Das Siegerprojekt soll dann einer Wohnbau-Genossenschaft zur Realisierung vorgeschlagen werden. Das ist durchaus ein gangbarer Weg, nur müssen – wie oben dargestellt – vorher die Ziele der Gemeinde klar definiert sein. Und das in Ruhe, mit Überlegung und ohne Zeitdruck.

Ein Schielen auf den nächsten Wahltermin wäre der erste Schritt zu einem Scheitern des gesamten Projektes.



19.07.2014

Haberlsiedlung: Bushaltestelle und Tempo 50 gefordert


Eine neue Bushaltestelle bei der Haberlsiedlung fordert die Unabhängige Bürgerliste. Möglichst in Kombination mit einer neuen NextBike-Station – und mit Einführung von Tempo 50 entlang des westlichen Teils der Haberlsiedlung.


Hintergrund: Nach der Bushaltestelle nahe dem neuen SPAR kommt in Richtung Gaaden lange nichts. Der Bus fährt an der Haberlsiedlung vorbei und hält erst wieder bei der längst aufgelassenen Lackfabrik nahe der Abzweigung nach Sparbach – also eigentlich im Nirwana. Dort gibt es jedoch kaum Frequenz und Anrainer. Nicht einmal ein Gehsteig ist im Bereich dieser Haltestelle vorhanden.


Bessere Öffi-Anbindung für Haberlsiedlung

Anrainer in relevanter Zahl gibt es jedoch am Ortsende auf Höhe Gaadner Straße 70–94 (Haberlsiedlung). Die Bewohner dieser Siedlung müssen derzeit bis zur Bushaltestelle beim neuen SPAR pilgern. Die Unabhängige Bürgerliste schlägt daher vor, bei der Haberlsiedlung neue Bushaltestellen für beide Fahrtrichtungen zu errichten.


NextBike – warum nur im Ortszentrum?

Zusätzlich zu der neu zu schaffenden Haltestelle bei der Haberlsiedlung könnte dort – am westlichen Ende des Radweges – ein neuer NextBike-Entlehnpunkt für Fahrten ins Hinterbrühler Orts-zentrum und wieder zurück errichtet werden. Wenn der Radweg schon da ist, wäre das eigentlich logisch.


Tempo 50 gefordert 

Seit Jahren fordern die Bewohner der Haberlsiedlung die Herabsetzung von Tempo 70 auf 50 km/h entlang des letzten Teils der Haberlsiedlung bis zur Ortstafel Hinterbrühl. Zwar ist auf dieser Strecke Ortsgebiet, dennoch wurde von den Behörden Tempo 70 zugelassen. Dies u. a. mit der Begründung, dass es in diesem Bereich keine Grundstücksausfahrten und auch keine parkenden Fahrzeuge gäbe. So nach dem Grundsatz „Schließlich ist eine Bundesstraße zum Fahren da“.

Das mag schon sein. Aber letztlich wohnen dort Menschen, die unter den Abgasen und dem Verkehrslärm extrem zu leiden haben. Tempo 50 in beide Richtungen würde für die Bewohner eine beträchtliche Reduzierung der Lärm- und Schadstoffbelastung bringen und den Autofahrern nur einige Sekunden Zeit kosten. Und dass die Steinbruch- und sonstigen LKWs mit 70 an der Siedlung vorbei donnern dürfen, ist ohnehin nicht einzusehen.


Die Bushaltestelle könnte Tempo 70 kippen

Die Situation könnte sich grundlegend ändern, wenn dort eine Bushaltestelle errichtet wird (siehe Bericht oben). Dann nämlich wäre wegen der haltenden Busse und den häufigeren Fahrbahnüberquerungen durch die Fahrgäste Tempo 70 höchstwahrscheinlich nicht mehr aufrecht zu erhalten.

Unabhängig davon, ob die Haltestelle kommt oder nicht: Jedenfalls sind in der Haberlsiedlung umgehend Lärmmessungen vorzunehmen. Höchstwahrscheinlich müsste allein aus Lärmgründen unverzüglich Tempo 50 verfügt werden.



14.05.2014

Anrainer und Bürgerliste erreichen Verbesserungen bei Kanalbaustelle


Nach mehreren Vorsprachen von Anrainern und der Unabhängigen Bürgerliste im Gemeindeamt und bei Bürgermeister Mag. Erich Moser konnte nun vereinbart werden, dass die umstrittene Ampel – soferne es aus Gründen der Verkehrssicherheit möglich ist – nur während der Arbeitszeit in Betrieb bleibt. Abends und nachts sowie an den Wochenenden und Feiertagen wird die Ampel abgeschaltet und der Verkehr über Schilder „Wartepflicht bei Gegenverkehr“ geregelt. Die Unabhängige Bürgerliste hat den Bürgermeister gebeten, die Anrainer über die nächsten vorgesehenen Baumaßnahmen zu informieren.


14.04.2014

Kanalbaustelle Johannesstraße: Ärger bei Autofahrern und Anrainern


Staus zu den Spitzenverkehrszeiten, lange Ampelphasen (und das 24 Stunden und auch an den arbeitsfreien Wochenenden) verärgern die Autofahrer. Laufende Motoren, Abgase, Lärm von laut aufgedrehten Auto-Soundanlagen etc. stellen für die Anrainer der Baustelle Johannesstraße schwere Belastungen dar. Auch dass die Zu- und Abfahrt zu den Garagen und Grundstücken im Baustellenbereich durch die Autokolonnen nur erschwert möglich ist, wird kritisiert.

Nach Protesten der Anrainer wurde kürzlich wenigstens die Ampelphase von 3 (!) Minuten auf 1,5 Minuten verkürzt und Hinweise, den Motor bei Rot abzustellen, angebracht.

An die Unabhängige Bürgerliste wurden von den Anrainern viele weitere Vorschläge herangetragen, z. B. die Ampelregelung auf die eigentlichen Arbeitszeiten auf der Baustelle zu beschränken und diese in der übrigen Zeit bei gelb blinkender Ampel durch Schilder „Wartepflicht bei Gegenverkehr“ zu ersetzen, den Bagger nach Arbeitsschluss zu entfernen etc.

Die Gemeindeführung sollte sich umgehend mit den Anrainern zusammen setzen und im Konsens einen Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Situation für Anrainer und Verkehrsteilnehmer erstellen.


Baustelle verlängert bis September/Oktober 2014

Angekündigt wurde, dass die Baustelle bis Ende Juni abgeschlossen sein werde. Dann wurde bekannt, dass auch Arbeiten an der Wasserleitung und an dem Schmutzwasserkanal erforderlich seien. Daher wäre mit Bauarbeiten bis September/Oktober 2014 zu rechnen.

Recherchen der Unabhängigen Bürgerliste beim planenden und koordinierenden Ingenieurbüro Zischka ergaben folgendes Bild:

  1. 1.Derzeit wird am Regenwasserkanal gearbeitet. Der alte Kanal liegt zwar bergwärts gesehen links. Dort ist seinerzeit nachträglich auch die Gasleitung eingebaut worden. Daher ist jetzt kein Platz und der Kanal muss(te) auf der anderen Straßenseite neu errichtet werden. Klarerweise waren daher auch die Hausanschlüsse auf die andere Straßenseite zu führen.

  2. 2.Nachträglich hinzugekommen ist die Wasserleitungsverlegung durch den Triestingtaler Wasserleitungsverband. Das kann zwar nicht gleichzeitig, aber doch in Koordination mit den Kanalarbeiten erfolgen. Dadurch soll es Zeit- und Kosteneinsparungen geben.

  3. 3.Neu hinzugekommen ist, dass auch beim Abwasserkanal Arbeiten erforderlich sind. Laut Auskunft Büro Zischka müssen ca. 23 Hausanschlüsse repariert werden, die nicht mehr dicht sind und wo Fäkalien ins Erdreich einsickern können. Weiters muss der Abwasserkanal nahe dem neu errichteten Haus an der Kreuzung Hauptstraße/Johannesstraße auf einer Länge von etwa 27 Metern saniert werden.


Durch diese Arbeiten ist der Fertigstellungstermin Juni nicht mehr zu halten. Nun wird mit einer Dauer der Arbeiten bis September/Oktober 2014 gerechnet.



4.12.2012

Wiener Parkpickerl: Finanzieller Schaden für Umlandgemeinden

Viele Bürger der Wiener Umlandgemeinden haben ihren Arbeitsplatz in Wien. Nach der Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung in Wien hat sich der Trend zur Rückverlegung des Hauptwohnsitzes nach Wien verstärkt. Viele haben in den Umlandgemeinden nur ihren Zweitwohnsitz, um den Anspruch auf die besseren Versorgungsmöglichkeiten in Wien nicht zu verlieren (medizinische Betreuung, soziale Einrichtungen etc.).

Finanzausgleich ändern, nicht die Bürger belasten

Die Gemeinden müssen ihre Infrastruktur wie Kindergärten, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, aber auch Wasserversorgung, Kanal etc. zwar an die Einwohnerzahl inklusive Zweitwohnsitzer anpassen, bekommen aber für diese Bürger keine Unterstützung aus dem Finanzausgleich. Das gehört geändert. Es ist nicht einzusehen, dass Wien die kompletten Ertragsanteile derjenigen Bürger kassiert, die einen Zweitwohnsitz in einem anderen Bundesland haben und dass diese zweiten Heimatorte leer ausgehen. Änderungen im Finanzausgleich sind nötig. Keinesfalls dürfen diese Zweitwohnsitzer selbst finanziell zusätzlich belastet werden.

Gemeinsame Resolution erarbeiten

Enttäuschend ist, dass Bund und Land NÖ nichts tun. Es wäre sinnvoll, wenn sich die Umlandgemeinden Wiens zusammenschließen würden und einen gemeinsamen Resolutionstext an die Bundes- und Landesstellen erarbeiten, in dem Lösungen für dieses Problem eingefordert werden.

Welche Gemeinden wären bereit, die Initiative zu ergreifen?


Finanzreferent Moser: Lieber Bürger aussackeln
als in Land und Bund Rückgrat zeigen

Den Vorschlag der Unabhängigen Bürgerliste blockte Finanzreferent Erich Moser in der Gemeinderatssitzung am 4. 12. 2012 ab. Er fiel Bürgermeister Benno Moldan sofort ins Wort, als dieser auf den Vorschlag antworten wollte.

Moser stellte fest, dass das alles nicht ginge, weil die Landeshauptleute von Wien und auch von Niederösterreich für so etwas nicht zu haben seien.

Als Finanzreferent unserer Gemeinde sollte er so viel Rückgrat haben, den Herren da oben klar zu machen, dass Hinterbrühl – wie viele Gemeinden im Umland größerer Städte – zusätzliche Aufgaben für ihre Zweitwohnsitzer wahrzunehmen haben und dass die Finanzierung dieser Aufgaben nicht die Gemeinden allein aufbringen können.

*

Aufhorchen ließ Finanzreferent GR Erich Moser (gleichzeitig Hinterbrühler ÖVP-Obmann und Bezirks-Wirtschaftsbundobmann) in der Gemeinderatssitzung mit der Variante, dass man von den Hinterbrühler Zweitwohnsitzern auch eine Art „Fremdenverkehrsabgabe“ einheben könne. Hat er Pläne in diese Richtung?



24.11.2012

Bürgerlisten-Vorschlag: Straßen und Gehsteige sanieren


Entsprechend dem Wunsch vieler Bürger setzt sich die Unabhängige Bürgerliste für die dringend erforderlichen Sanierungen der Hinterbrühler Verkehrswege ein. Schlaglöcher, aufgebrochener Asphalt, eingesunkene Gehsteige und Randsteine harren der Reparatur.

Zu erwähnen sind unter anderem die Hortigstraße, der letzte Abschnitt der Parkstraße bis zum Feuerwehrhaus, der Gehsteig des Kröpfelsteiges …



14.12.2012

Neue Wanderwege in Weissenbach?


Die Unabhängige Bürgerliste greift den interessanten Vorschlag einer Weissen-bacher Bürgerin auf und wird sich für Realisierungsmöglichkeiten einsetzen.


Der Ankauf des Waldes bei der Sauerstiftung durch die Gemeinde eröffnet die Chance, einen Fußweg von Weissenbach zum neuen SPAR sowie einen Rundwanderweg rund um den Schweinzerberg zu schaffen. Dazu müssten nur bestehende Wege miteinander verbunden, Überstiege anders gestaltet  und  und eventuell bestehende Eigentümer- und Wegerechte abgeklärt werden. Auch eine Anbindung an weitere bestehende Wanderwege wäre möglich.

Im Bild gelb eingezeichnet ist ein Fußweg, der bequem und direkt zum geplanten neuen SPAR-Standort führt. Lila ist die mögliche Route eines Rundwanderwegs um den Schweinzerberg markiert. Anschlüsse dieser Wege an das bestehende Wanderwegenetz sind leicht herzustellen.

Diese bestechende Idee muss noch im Detail auf ihre Umsetzungsmöglichkeit geprüft werden. Jedenfalls sollten sich die Gemeinderats-gremien damit auseinandersetzen.





24.11.2012

Radweg zwischen Höldrichsmühle und Abzw. Weissenbach eröffnet


Am 21. November wurde der letzte Abschnitt des Hinterbrühler Radweges mit einem großen Festakt eröffnet. Zwischen der Franz-Schubert-Straße nahe der Höldrichsmühle und der Abzweigung Weissenbach entstand in den letzten Monaten das – wegen der teilweisen Überplattung und  Erneuerung der bachseitigen Stützmauer – teuerste Teilstück.


Kein Anschluss für den Radweg Richtung Gaaden

Es gibt jedoch einige Wermutstropfen, die die Freude über das nun vollendete Werk ziemlich dämpfen:

Vielfach wird bemängelt, dass der Radweg zu teuer sei und keinen Anschluss Richtung Gaaden habe. Tatsächlich wehrt sich der Gaadener Bürgermeister angesichts der hohen Kosten gegen einen Weiterbau des Radweges. Wenn nicht das Land mit einer Kostenübernahme einspringt, wird also beim Radweg-Anschluss so bald nichts weitergehen.

Übrigens: In der ÖVP-Sprachregelung hat der Radweg doch einen überörtlichen Anschluss, nämlich Richtung Osten. Bis an den Neusiedler See komme man und bis in die Bucklige Welt …


Was kostet der Radweg wirklich?

Die Unabhängige Bürgerliste hatte immer davor gewarnt, dass die Bachmauer der Belastung durch die Radweg-Konstruktion nicht standhalten würde.

Nein, nein, wurde von der Gemeindeführung versichert, die Bachmauer würde gar nicht belastet, für den Radweg würden eigene Verankerungen neben der Straße einbetoniert.

Wie das Foto zeigt, musste die Bachmauer nun doch in wesentlichen Teilen neu aufgebaut werden. Von den ursprünglich geplanten Verankerungen ist man offenbar wieder abgekommen.

Eine Anfrage der Unabhängigen Bürgerliste im Gemeinderat, ob durch diese Umplanung für die Gemeinde Mehrkosten entstünden, beantwortete Bürgermeister Benno Moldan kryptisch: „Bisher wurden mir keine Kostenerhöhungen gemeldet.“ Nicht gemeldet? Wie darf man das verstehen? Nach der Endabrechnung werden die tatsächlichen Kosten jedenfalls genau zu prüfen sein.





Schulweg und Einkauf mit dem Rad?

Die ÖVP-SPÖ-Gemeindeführung argumentiert gerne mit der innerörtlichen Bedeutung des Radweges: Einkaufsfahrten mit dem Fahrrad, zur Schule mit dem Fahrrad …

Nur: Den neuen Spar bei der Sauerstiftung gibt es trotz zahlreicher Gemeinde-Jubelankündigungen noch immer nicht, in die Mittelschule kommen die Schüler zu einem erheblichen Teil über den Kröpfelsteig. Ob Senioren und Mütter mit Kindern per Rad zum Einkaufen fahren, bleibe dahingestellt.livepage.apple.com


Für anderes gibt es kein Geld …

Bürgerinnen und Bürger beklagen sich, dass sie von der ÖVP-SPÖ-Gemeindeführung bei Beschwerden über den Zustand von Straßen, und Gehsteigen immer nur hören: „Wir haben kein Geld!“.

Solche Projekte kann man halt nicht mit der Blasmusik eröffnen.



14.12.2012

Für den Radweg zurückgestellt

Auf Grund der hohen Kosten des Radweges wurden bereits angekündigte Straßensanierungen von der ÖVP-SPÖ-Gemeindeführung zurückgestellt und die dafür vorgesehenen Geldmittel in den Radwegbau gesteckt. Nachvollziehbar ist das im Budget-Nachtragsvoranschlag 2012.

Die Position 5/612200/611100 „Sanierung B11 mit integriertem Radweg“ wurde im November im Budget-Nachtragsvoranschlag von 0 Euro auf 461.700 Euro aufgestockt.

Dafür mussten andere Budgetposten Federn lassen: Unter anderem waren für die Sanierung von Straßen und Gehsteigen ursprünglich 125.000 Euro budgetiert, für die Sanierung des letzten Abschnittes der Parkstraße – bis zur Feuerwehr – waren weitere 100.000 Euro vorgesehen.

Daraus wurde aber nichts: Beide Beträge wurden zugunsten des Budgetansatzes „Radweg“ aufgelöst.

Die überfällige Sanierung der Parkstraße wurde auf nächstes Jahr verschoben, die angekündigte Sanierung der Hortigstraße wurde wieder abgesagt. Bürgerbeschwerden über den Zustand des Gehsteiges am Kröpfelsteig wurden mit den Worten „dafür haben wir kein Geld“ abgeschmettert. Der Schwarzlackenweg, eine Straße nächst dem HPZ, wurde seit rund 30 Jahren nicht mehr ernsthaft saniert. Aus allen Teilen des Ortes kommen Beschwerden über den Zustand von Straßen und Gehsteigen. Aber der ÖVP-SPÖ-Gemeindeführung war der Radweg wichtiger …



25.03.2012

ÖVP und SPÖ ziehen Radweg durch!


Seit Bekanntwerden des ÖVP-SPÖ-Beschlusses im Gemeinderat am 20. 3. 2012, den umstrittenen Radweg samt Überplattung des Mödlingbaches zwischen der Höldrichsmühle und der Abzweigung Weissenbach zu bauen, mehren sich die Mails und Anrufe bei der Unabhängigen Bürgerliste. Auf den Punkt gebracht, fragen viele Bürgerinnen und Bürger: Wer braucht den Radweg? Hat denn die Gemeinde so viel Geld? Gibt es nichts Wichtigeres zu tun im Ort? Berechtigte Fragen angesichts desolater Kanäle, Straßen, Gehsteige und der erforderlichen Hochwasserschutzbauten.

Ihre ganze politische Macht setzte die ÖVP-SPÖ-Koalition ein, um das fragwürdige Projekt des Radweges gegen die Opposition durchzusetzen. Dies trotz vieler Argumente, die gegen das Radwegprojekt sprechen. Die volle Verantwortung tragen nun Bürgermeister Benno Moldan, Finanzreferent Mag. Erich Moser und Vgbm. Ing. Hermann Klein – der sich übrigens als Oppositionspolitiker noch massiv gegen diesen Radweg ausgesprochen hatte.


Schildbürgerstreich: Zuerst Radweg bauen und dann Brücken höher legen?

Der Beschluss zum Radwegbau zwischen Höldrichsmühle und Abzweigung Weissenbach wurde in der Gemeinderatssitzung am 20. 3. 2012 von ÖVP und SPÖ gegen Stimmen von Unabhängiger Bürgerliste und Grünen durchgezogen.

570.000 Euro wird die Gemeinde zur Sanierung der B11 inklusive Bau des umstrittenen Radweg-Abschnitts zwischen Höldrichsmühle und Abzweigung Weissenbach beisteuern müssen. Das Land NÖ zahlt laut Finanzreferent Moser zusätzlich nochmals ca. 200.000 Euro dazu. Das sind Steuergelder, die verschwendet sein könnten, da entlang dieses Radweges später wegen des Hochwasserschutzes Brücken angehoben oder sogar neu errichtet werden müssten. Bahnt sich ein Schildbürgerstreich der Sonderklasse an?



28.05.2011

Hochwasser und andere Probleme am geplanten Spar-Standort:
Vieles ist noch ungeklärt


Zahlreiche Ungereimtheiten gibt es um die Ansiedlung des Spar-Marktes am Grundstück der Sauerstiftung.

  1. Hat man übersehen, dass das Grundstück in einer Hochwasserzone liegt?

  2. Ist Spar von sich aus als Interessent aktiv geworden oder wurde das Grundstück Spar aktiv angeboten und von wem?

  3. Warum liegt bisher weder vom derzeitigen Grundbesitzer Erzdiözese Wien noch von Spar ein Umwidmungsansuchen in „Bauland-Nahversorgung“ vor?

  4. Warum wurde diese Umwidmung ohne vorliegendes Ansuchen von der Gemeinde in den Flächenwidmungsplan aufgenommen?

  5. Wer ist eigentlich der Kaufinteressent für dieses Grundstück?

  6. Gibt es Pläne für das Grundstück, die von der Ansiedlung von Spar unabhängig sind?

  7. Wenn ja, wer hat diese Pläne entwickelt?

  8. Was ist mit dem groß angekündigten Jugend-Senioren-Betreutes-Wohnen-Wohnbau-Projekt, das von Bürgermeister und Vizebürgermeister in den Medien groß angekündigt wurde. Im neuen Flächenwidmungsplan ist keine entsprechende Widmung vorgesehen.

Laut Pressemeldungen ist Vbgm. Ing. Hermann Klein mit der Abwicklung des Projektes beauftragt. Viel ist bisher sichtlich nicht weitergegangen, Herr Vizebürgermeister!



28.05.2011

Wenig Freude mit Spar-Übersiedlung


Die angekündigte Abwanderung der Spar-Filiale zur Sauerstiftung stößt in der Bevölkerung auf wenig Verständnis. Viele, vor allem ältere, Menschen aus dem westlichen Ortsgebiet könnten dann nicht mehr zu Fuß zum Spar einkaufen gehen. Das wäre eine absolute Verschlechterung der Nahversorgung in diesem Bereich des Ortes. Die Gemeindeführung ist gefordert, an akzeptablen Angeboten und Lösungen für diese Konsumenten mitzuarbeiten.

Den Rat eines ÖVP-Gemeinderates, halt den neuen Radweg zu benutzen und mit dem Drahtesel zum Spar zu fahren, wird eine 80-jährige Dame aus der Waldgasse oder eine Mutter mit 3 Kindern vom Kröpfelsteig vermutlich als puren Zynismus auffassen.



05.04.2011

Was ist wirklich geplant am Grundstück
der ehemaligen Sauerstiftung?


Der Vorschlag der Unabhängigen Bürgerliste zur Nutzung des Grundstückes der Sauerstiftung (siehe Beitrag unten vom 22. 3.) hat in der Gemeinderatssitzung am 22. März 2010 wie eine Bombe eingeschlagen. Der Bürgerlisten-Vorschlag war, die Widmungskompetenz der Gemeinde dafür einzusetzen, dass auf diesem Gelände nur Projekte erarbeitet und genehmigt werden, die im Interesse der Gemeindebürger wünschenswert sind und einen vorhandenen Bedarf abdecken. Dazu zählen zum Beispiel ein Seniorenheim, Betreutes Wohnen, weitere Wohnungen für Jung und Alt etc.

„Erst wenn sich wie in einem Mosaik Stein für Stein eines sinnvollen Projektes zusammenfügt, solle über etwaige Widmungsänderungen verhandelt werden“, führte Gf. GR Ferdinand Szuppin von der Unabhängigen Bürgerliste aus.


Blitzartiger Moldan-Klein-Schwenk

Hörte man von Moldan und Klein bis zu dieser Gemeinderatssitzung nur davon, dass man den SPAR-Standort in Hinterbrühl halten wolle, war nach der Sitzung alles anders: Die Moldan-Klein-Koalition sprang blitzartig auf den Bürgerlisten-Vorschlag auf. Nun ist plötzlich von „Nahversorgung mit Start- und Seniorenwohnkonzept“ und „Bestätigung der ÖVP-SPÖ-Raumordnungspolitik“ (welche eigentlich?) zu lesen.


Merkwürdige Vorgangsweise von Moldan und Klein

Bereits eine Woche nach der GR-Sitzung berichtete Bgm. Moldan – in der NÖN vom 30. März –, dass „seit mehr als einem halben Jahr … Gespräche zur Ansiedlung eines Spar-Marktes in Kombination mit einem Start- und Seniorenwohnungskonzept“ geführt würden. Merkwürdig, dass selbst in der erwähnten Gemeinderatssitzung weder Moldan noch Klein über diese „Pläne“ berichteten. Merkwürdig auch, dass weder der Gemeinderat noch ein zuständiger Gemeinderatsausschuss bisher jemals mit einem „Gesamtprojekt“ befasst wurden.


Moldan-Seifenblase oder „Geheimprojekt“:
Bitte die Karten auf den Tisch!

Die Frage ist berechtigt: Ist das Ganze nur eine Seifenblase, um dem Bürgerlisten-Vorschlag etwas entgegenzusetzen oder wird wieder einmal ohne Information von Bevölkerung und Gemeinderat an einem „Geheimprojekt“ gearbeitet, dessen Zielsetzungen und Nutznießer bis zuletzt im Dunklen bleiben sollen? Die Unabhängige Bürgerliste fordert den Bürgermeister auf, die Karten so rasch als möglich auf den Tisch zu legen.


Könnten Katharinenheim-Betreiber für Seniorenprojekt gewonnen werden?

Bereits während der Diskussion um den Aus- und Umbau des Katharinenheims in der Wagnerstraße und in Parteiengesprächen nach der Gemeinderatswahl trat die Unabhängige Bürgerliste dafür ein, den Betreibern des Katharinenheimes einen Standorttausch anzubieten. Damit sollte der Streit zwischen Heimbetreibern und Anrainern beigelegt werden und das Seniorenheim in Hinterbrühl gehalten werden. Vielleicht könnte dieser damalige Bürgerlisten-Vorschlag jetzt mit einem Seniorenheim-Projekt in der ehemaligen Sauerstiftung doch noch verwirklicht werden.

Auch im „Blickpunkt“ Nr. 78 von Mai 2010 (Seite 6) sprach die Unabhängige Bürgerliste ausdrücklich vom „Versuch der einvernehmlichen Lösung des Streitfalles ,Katharinenheim‘“, ohne allerdings die Sauerstiftung explizit zu erwähnen.   Blickpunkt 78   NÖN-Bericht



22.03.2011

Unabhängige Bürgerliste: Sauerstiftung
als Seniorenheim oder „Betreutes Wohnen“


In der Gemeinderatssitzung am 22. März 2011 brachte die Unabhängige Bürgerliste den Vorschlag ein, im bestehenden Gebäude der Sauerstiftung ein Seniorenheim unterzubringen oder die Möglichkeit für „Betreutes Wohnen“ zu schaffen. Dies kann zwar nur durch einen privaten Betreiber verwirklicht werden, die Gemeinde hat aber über den Flächenwidmungs- und Bebauungsplan die Möglichkeit, großen Einfluss auf die zukünftige Gestaltung dieses Areals zu nehmen.

Daher ist der Bürgerlisten-Vorschlag, ein den Bedürfnissen der Hinterbrühler Bevölkerung entsprechendes Konzept für das riesige Gelände zu entwickeln und im Zusammenwirken mit privaten Interessenten zu verwirklichen.


Hintergrund der Überlegung, in der Sauerstiftung ein Seniorenheim – gegebenenfalls mit einem Ärztezentrum – zu situieren, ist, dass SPAR dort einen Großmarkt errichten will. Dagegen gibt es zwar großen Widerstand in der Bevölkerung, die SPAR lieber am jetzigen Standort hätte. Sollte SPAR tatsächlich den Standort bei der Sauerstiftung forcieren, wäre auf diese Weise für die Senioren wenigstens eine nahe Einkaufsmöglichkeit gegeben.



19.02.2011, ergänzt 20.02.2011

SPAR erwägt Neubau bei der Sauer-Stiftung


In der NÖN wird berichtet, dass SPAR vom jetzigen Standort an den westlichen Ortsrand – bei der Sauer-Stiftung – übersiedeln und dort größer bauen will.

Einerseits ist es gut, wenn der Spar-Markt erhalten bleibt und ein besseres und größeres Angebot bieten kann. Das bringt sicher für die Konsumenten mehr Nutzen und für die Gemeinde mehr Einnahmen. Anderseits können jetzt viele aus dem Bereich Eichbergstraße, Kröpfelsteig, Waldgasse zu Fuß zum Spar einkaufen gehen. Für viele – vor allem ältere – Menschen könnte der neue Standort somit ein Nachteil sein.

Wie ist Ihre Meinung dazu? Bitte sagen Sie uns Ihre Meinung: Unabhängige Bürgerliste, 2371 Hinterbrühl, Waldgasse 22/C/12, Tel. 0660/604 50 10 (Herrn GR Szuppin) oder senden Sie ein eMail, mit Ihrem Kommentar bzw. ob Sie dafür oder dagegen sind:

buergerliste@hinterbruehl.at




Die Gemeindeführung ist gefordert

Erste Reaktionen von Bürgerinnen und Bürgern teilen die Einschätzung der Unabhängigen Bürgerliste: Die Übersiedlung von SPAR an den Ortsrand wird für viele, die über kein Auto verfügen, zu einem Problem werden.

Die Unabhängige Bürgerliste fordert die Gemeindeführung auf, rechtzeitig Lösungen für diesen Personenkreis zu suchen.



19.02.2011

Neue Feuerwehrfahrzeuge für Hinterbrühl und Sparbach


Je 250.000 Euro werden aus dem Gemeindebudget für den Ankauf der neuen Feuerwehrfahrzeuge bereitgestellt. Der Rest des Gesamtkaufpreises von jeweils rund 395.000 Euro wird aus Förderungen und aus beachtlichen Eigenbeiträgen der Feuerwehren aufgebracht. Danke dafür an die Feuerwehrkameraden, die das Geld Euro für Euro zusammengetragen haben.



22.09.2010

„Wir waten durch die Kloake“. Kurier-Bericht zu Kanalfiasko


Die Unabhängige Bürgerliste hat mehrfach darauf hingewiesen, Medien haben berichtet, Bürger haben sich beschwert. Geschehen ist nicht viel: Mit Bescheid des Landes Niederösterreich vom 15. Juli 2008 (!) wurde der Marktgemeinde Hinterbrühl betreffend Abwasserbeseitungsanlage (Kanal) die „Herstellung des gesetzmäßigen Zustandes“ und die „Anpassung an den Stand der Technik“ auferlegt. Frist war ein Jahr. Jetzt sind mehr als zwei Jahre ins Land gezogen. Bei Starkregen geht nach wie vor der Fäkalkanal über, Abwasser wird in den Mödlingbach gepumpt (siehe auch Berichte im „Blickpunkt Hinterbrühl“ und weiter unten), Medien berichten weiter, Bürger beschweren sich noch immer.

Blamabel genug für die Gemeinde, dass sie ihre Infrastruktur weder in gesetzmäßigem Zustand noch auf Stand der Technik gehalten hat. Noch schlimmer ist, dass sie nicht in der Lage ist, den Bescheid des Landes auch nur ansatzweise zu erfüllen.

In dem Kurier-Bericht sagt Bürgermeister Benno Moldan „... dass wir sehr bemüht sind, aber um eine weitere Verlängerung der Frist angesucht haben. ... Wir sind dabei, realistische Maßnahmen vorzulegen.“ Wie „realistisch“ waren die bisherigen Maßnahmen?


„Zustände wie in einem Entwicklungsland“

Das Amt der NÖ Landesregierung verliert langsam die Geduld. Laut Kurier wird gesagt: „Wir können diesen Zustand auf Dauer nicht tolerieren.“ Deshalb stehen jetzt Zwangsmaßnahmen im Raum: „Die Bezirkshauptmannschaft ist Vollstreckungsbehörde. Notfalls werden die Anschlüsse eben gekappt ... Das sind ja Zustände wie in einem Entwicklungsland und einer Gemeinde unwürdig.“


Wo liegen die Probleme?

Das Hinterbrühler Kanalsystem ist nicht mit der Entwicklung des Ortes mitgewachsen. Auch wurde früher Haushalten gestattet, ihre Abwässer als „Mischwasser“ (Regenwasser und Fäkalabwässer gemeinsam) in den öffentlichen Regenwasserkanal einzuleiten. Unterlagen über die aktuelle Kanalsituation gibt es großteils nicht. Erst jetzt wird – langwierig – mittels Kamerabefahrungen ein digitaler Kanalkataster erstellt. Seit Ausrufung der „Finanzkrise“ sieht man auch von diesen Arbeiten nicht mehr viel. Kein Wunder, dass erst 40 Fehlanschlüsse festgestellt wurden.

Zu den hausgemachten Problemen kommt, dass sich die Hinterbrühler Gemeindeführung auch bei den Nachbargemeinden nicht durchsetzen kann. Wer z. B. durch Gaaden fährt, sieht, wie sich dieser Ort durch die Bautätigkeit der vergangenen Jahre entwickelt hat. Die Durchleitungsvereinbarungen mit den Gemeinden oberhalb der Hinterbrühl und mit der Stadt Mödling, deren Kläranlage die anfallenden Abwässer angeblich nicht mehr bewältigt, sind sehr zum Nachteil der Hinterbrühl und teilweise – wieder einmal – gar nicht auffindbar.

Das führt dazu, dass Hinterbrühl die Abwässer der oberhalb gelegenen Gemeinden uneingeschränkt durchleiten muss, dass aber gleichzeitig Mödling das Absperrventil betätigt, wenn zu viel Abwasser von Hinterbrühl angeliefert wird. Folge: Durch den Rückstau sprudeln in Hinterbrühl die Fäkalien durch die Kanaldeckel auf die Straßen. Wer in seinem Haus an tiefer gelegenen Stellen des Ortes keine Rückschlagklappe eingebaut hat, findet die übelriechende Brühe in seinem Keller, im Bad oder im WC.   Kurier-Bericht



15.08.2010

Graf-Mailath-Gasse: Fäkalkanal geht weiterhin über


Große Töne hörte man von der Gemeindeführung, dass die Fäkal-Überschwemmungen in tiefer gelegenen Ortsteilen bei Starkregen nun der Vergangenheit angehören. „Da ist uns was gelungen, Herr Bürgermeister“, schwärmte ÖVP-Gemeinderat Peter Pikisch noch vor kurzem bei einer Anrainerversammlung.

Leider nicht wahr: In der Nacht von Freitag, 13. auf Samstag 14. 8. ging der Fäkalkanal in der Graf-Mailath-Gasse wieder über. Der Druck war so stark, dass der Kanaldeckel wegflog und von der Feuerwehr gesichert werden musste.


Nicht einmal die fragwürdige Abwasser-Einleitung in den Mödlingbach funktioniert

Um zu verhindern, dass bei Starkregen Keller und Straßen von Fäkalien überschwemmt werden, wurde beschlossen, eine Pumpe anzuschaffen, die im Notfall die Abwässer in den Mödlingbach ableitet. Aus Umweltgesichtspunkten ohnehin höchst fragwürdig, entpuppt sich diese Anschaffung nun als Flop.

Ursprünglich war angekündigt, die Pumpe fix einzubauen und über einen Schwimmer im Bedarfsfall automatisch in Betrieb zu nehmen. Angeschafft wurde aber eine transportable (!) Pumpe, die am Bauhof in Sparbach lagert und im Bedarfsfall an den Einsatzort gebracht und von Gemeindearbeitern bedient werden muss. Da sich Unwetter üblicherweise nicht nach den Amtsstunden richten, reiht sich diese Anschaffung in die Reihe sinnloser bzw. ineffizienter Maßnahmen und Projekte der Moldan-Ära ein.



24.07.2010

Wie schon vermutet: „Aus“ für Radweg!


Was die Unabhängige Bürgerliste bereits vor der Gemeinderatswahl vermutet hat, ist nun amtlich: Die geplante Überplattung des Mödlingbaches zwischen Höldrichsmühle und der Abzweigung nach Weissenbach kommt nicht.


Damit ist der fast fertige Abschnitt des Radweges entlang der Haberlsiedlung tatsächlich zu dem „Geisterradweg“ ohne Anschluss am Anfang und am Ende geworden, den die Unabhängige Bürgerliste befürchtet hatte.

Als Grund für das „Aus“ nannte Bgm. Moldan in der Gemeinderatssitzung am 22. Juni budgetäre Probleme. Ob der Radweg in einigen Jahren fertig gebaut werden kann, bleibt offen. Die fertig gestellten 700 Meter des Radweges werden die Gemeinde 442.000 Euro kosten.


Nicht gerechnet sind die Kosten für die Verlegung der B11 und sonstige Kosten, die das Land Niederösterreich im Rahmen des Gesamtprojektes trägt.

Egal, welche Stelle die Kosten übernimmt, letztlich zahlt doch alles der Steuerzahler …



24.07.2010

Und auch gleich das „Aus“ für B11-Kanal


Als „Draufgabe“ gab Bürgermeister Moldan bekannt, dass auf Grund des Finanzengpasses auch die Sanierung des Kanals unter der B11 bis auf weiteres nicht stattfindet. Übrigens: So lange der Kanal nicht saniert ist, gibt es auch keine Sanierung der B11-Fahrbahn. Somit ist auf unabsehbare Zeit „sichergestellt“ dass der Kanal im Bereich Haberlsiedlung bis Franz-Schubert-Straße bei Starkregen und Verstopfungen weiterhin übergeht und die Anrainer mit übelriechenden Fäkal-Überschwemmungen der Fahrbahn rechnen müssen.

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Man stellt sich die Frage, wie die ÖVP-Gemeindeführung in der Vergangenheit gewirtschaftet hat: Als Geld da war, wurde zu wenig in die Infrastruktur investiert, jetzt ist kein Geld da und die Infrastruktur ist kaputt. Das nennt man nachhaltiges Wirtschaften.

 

Infrastruktur und

Gemeindeeinrichtungen