26. 11. 2017, ergänzt am 1. 12. 2017

Unnötiger Rechtsvorrang schafft Gefährdungspotential

Die Unabhängige Bürgerliste und zahlreiche Bürger haben sich gegen den von Bgm. Mag Erich Moser ursprünglich auf allen Gemeindestraßen Hinterbrühls geplanten Rechtsvorrang ausgesprochen. Diesen Plan ließ er nun fallen und will „nur“ Rechtsvorrang für die Nebengassen der Parkstraße und der Hortigstraße einführen.


Rechtsvorrang kann in Wohnsiedlungen an Kreuzungen von Straßen mit gleichem Verkehrsaufkommen allenfalls sinnvoll sein. Die oft genannten Beispiele aus Mödling treffen aus Hinterbrühl jedoch nicht zu: Sowohl die Parkstraße als auch die Hortigstraße dienen fast ausschließlich der Zu- und Abfahrt der Anrainer aus den Nebengassen – entsprechend spärlich ist die Verkehrsfrequenz aus diesen Gassen.

Da die Beethovengasse mit der Volksschule nach den Plänen des Bürgermeisters in Zukunft zur „Begegnungszone“ werden soll, ergäbe sich dann die wohl einmalige Situation, dass man bei der Ausfahrt aus einer Begegnungszone Rechtsvorrang hätte.


Besonders kurios mutet der geplante Rechtsvorrang für die Nebengassen der Hortigstraße an: Der Bärenkogelweg dient – wie die Franz-Liszt-Straße – ausschließlich dem Anrainerverkehr. „An der Hortigstraße“ (Bild) ist sogar ein „Fahrverbot ausgenommen Anrainerverkehr“ verfügt. Außerdem ist sie eine Sackgasse, in der sich ganze sechs Häuser befinden. Die Föhrenallee ist seit vielen Jahren mit 4 Schwellen „verkehrsberuhigt“, soll aber nun Rechtsvorrang bekommen.

„Die Unabhängige Bürgerliste ist gegen diese Rechtsvorrangpläne des Bürgermeisters. Tempo 40, das auch überwacht wird, ist für eine Verkehrsberuhigung völlig ausreichend. Die Schaffung eines Gefährdungspotentials durch Rechtsvorrang ist entbehrlich“, meint Gf. GR Ferdinand Szuppin, Fraktionsobmann der Unabhängigen Bürgerliste.


Kennzeichnung der 40er-Zonen kostet 60.000 Euro!

Nach Auskunft des Bürgermeisters kostet die Beschilderung der 40er-Zonen im gesamten Ortsgebiet samt Bodenmarkierungen etwa e 60.000,–.

Wäre der Bürgermeister dem seinerzeitigen Antrag der Bürgerliste gefolgt, auch die Hauptstraße zwischen der Ortseinfahrt aus der Vorderbrühl (Nähe Billa) bis zur Wiedereinmündung in die Gaadner Straße (nahe Höldrichsmühle) in die 40er-Zone aufzunehmen (und die Johannesstraße), hätten sich die Kosten auf das Aufstellen von 40er-Schildern bei den sieben Ortseinfahrten beschränkt.

Laut Bürgerlisten-Umfrage wären 50% über Tempo 40 auf der Hauptstraße sehr erfreut gewesen, bei den anderen 50% hätte sich die Begeisterung in Grenzen gehalten. Billiger wäre diese Lösung jedoch allemal gewesen.


Warum einfach und billig – wenn es umständlich und teuer auch geht?

Bgm. Moser ist ebenfalls für eine Verkehrsberuhigung auf der Hauptstraße, denkt aber über eine Begegnungszone im Bereich der ­Kirche nach (mit Tempo 20). Die Kosten für die baulichen Maßnahmen sind derzeit nicht abschätzbar, die Realisierung des Projekts ist in weiter Ferne, Tempo 40 wäre schon jetzt möglich gewesen.


Wo kommen welche Tempolimits?

Mit Ausnahme der Johannesstraße, der Hauptstraße und der Gaadner Straße werden für alle anderen Straßen in Hinterbrühl Tempo-40-Zonen eingerichtet. Ausnahme sind der Bereich, der vom Kröpfelsteig, Hohlweg, der Franz-Schubert-Straße, der Schumachergasse und der oberen Eichbergstraße umschlossen ist. Hier wird Tempo 30 gelten – so wie schon bisher in den meisten genannten ­Straßen. In Weissenbach und Sparbach wird in den Nebengassen ebenfalls Tempo 40 verordnet






Die breit ausgebaute Hortigstraße ist für die Anrainer aus den Nebengassen die Anbindung an das höherrangige Straßennetz.




„An der Hortigstraße“ ist eine verträumte Sackgasse mit sage und schreibe sechs Häusern – und einem Fahrverbot.



07. 10. 2017

Rechtsvorrang auf Gemeindestraßen?

Ist das eine Notwendigkeit oder doch nur unnötige Quälerei? Während es nach einigem Hin und her seitens der ÖVP-Gemeindeführung doch zu einer Einigung der Parteien über Tempo 40 auf den Hinterbrühler Gemeindestraßen gekommen ist, gibt es nun Meinungsunterschiede über die künftigen Vorrangregelungen in den 40er-Zonen. Die ÖVP-Gemeindeführung will generellen Rechtsvorrang auf den Gemeindestraßen und denkt lediglich an einige Ausnahmen.


Bürgerliste spricht sich gegen Rechtsvorrang aus

Die Unabhängige Bürgerliste spricht sich für die generelle Beibehaltung der bisherigen Vorrangregeln aus, da diese weitgehend auch dem logischen Fahrverhalten der Autofahrer entsprechen.

Die Einführung des Rechtsvorranges auf Gemeindestraßen birgt aus Sicht der Bürgerliste erhebliches Gefahrenpotential. Um einige Beispiele zu nennen: bei der Einmündung der Eichbergstraße in den Kröpfelsteig (Kinderdorf-Kinder!) und bei der unübersichtlichen Einmündung der Waldgasse in die Gießhübler Straße. Auch die Kreuzungen der Parkstraße mit den nur wenig frequentierten Seitengassen würden durch die Aufhebung des derzeit geltenden Nachrangs für die Seitengassen eher gefährlicher als sicherer.

Sagen Sie uns Ihre Meinung zum Rechtsvorrang auf den Gemeindestraßen: buergerliste@hinterbruehl.at



07. 10. 2017

Lärmschutz für geplagte A21-Anrainer

Anfang September fand im Gemeindeamt eine Besprechung mit dem Lärmschutzexperten der ASFINAG, DI Karl Zeilinger und mit besonders vom Autobahnlärm betroffenen Weissenbacher Bürgerinnen und Bürgern statt – ohne konkrete Ergebnisse. Die Unabhängige Bürgerliste unterstützt diese Anti-Lärm-Initiative.

Anlass war die Präsentation der Lärmkarte 2017, die jedoch mangels Detailangaben zu den dB-Werten wenig Informationsgehalt bot.

Vorschriften behindern neue Lärmschutzwände

DI Karl Zeilinger von der ASFINAG führte eingangs aus,

• dass eine Dienstanweisung des Verkehrsministeriums Grundlage für Lärmschutzmaßnahmen der ASFINAG sei.

• Einzuhaltende Grenzwerte seien 60 dB bei Tag und 50 dB bei Nacht – jedoch errechnet als Durchschnittswerte nach einem Computermodell.

• Alle Gebäude, die vor dem 1. 1. 1996 errichtet wurden, seien nicht schutzwürdig.

• Neue Lärmschutzwände werden nur errichtet, wenn sie nicht mehr als das Dreifache von Lärmschutzfenstern kosten.

• Darüber hinaus gehende Kosten müssten Dritte übernehmen (z. B. Gemeinden).

• Die maximal mögliche Bauhöhe von Lärmschutzwänden ist 4 Meter.

• Detaillierte Lärmmessungen müssen von der Gemeinde mitfinanziert werden.

• Für die Messung der Schadstoffbelastung sei das Land Niederösterreich zuständig.

• Für Tempolimits ist das Verkehrsministerium zuständig.

• Tempolimits würden in der Regel nur aus Verkehrssicherheitsgründen verhängt.

Seitens der Bürgerliste wurde die Frage angesprochen, ob der Austausch der Lärmschutzwand-Elemente gegen neue auf heutigen Stand der Technik eine Verbesserung bringen könne. Das wurde prinzipiell bejaht. Ein Austausch könne aber erst geschehen, wenn die alten Elemente kaputt wären. Derzeit sei dies nicht der Fall.

Diese ernüchternden Feststellungen werfen die Frage auf, welche anderen Maßnahmen zu einer Lärmreduzierung führen könnten.


Schadstoffbelastung als Tempolimit-Ansatzpunkt

Bgm. Moser sagte zu, sich bei den Landesstellen um eine Messung der Schadstoffbelastung zu bemühen.


Section Control als mögliche Lösung?

Als Zusammenfassung des Besprechungsergebnisses kann man sagen, dass sich – einmal mehr – herausstellte, dass die Überwachung der bestehenden Tempolimits eine effektive Maßnahme zur Lärmreduzierung wäre.

Damit ist die jahrelange Forderung der Bürgerliste, Section Control zwischen Sparbach und Gießhübl einzuführen, aktueller denn je.

Tempolimits werden meist nicht eingehalten

Von der Einhaltung der bestehenden Tempolimits sind wir weit entfernt, wie jeder Benützer der A21 feststellen kann. Nur ein Beispiel: LKWs über 7,5 t dürfen tagsüber nur Tempo 80 fahren, in der Nacht sogar nur Tempo 60. Allein mit der konsequenten Überwachung dieser Tempolimits mittels Section Control könnte schon eine Verbesserung der Lärmsituation einher gehen.

Ein weiterer Vorteil von Section Control wäre eine Erweiterung des regionalen Verkehrsleitsystems im Großraum Wien.

Wie oft hört man von Behinderungen im Tunnel Vösendorf und Staus auf der S1, auf der Tangente und Richtung Wiener Neudorf. Aber von Sparbach bis Gießhübl lässt man LKWs und PKWs mit Höchstgeschwindigkeit auf diese Staus zurasen?

Die Unabhängige Bürgerliste wird weiterhin alle Bestrebungen unterstützen, die Lärmbelastung an der A21 zu reduzieren. Aussichtsreichster Ansatzpunkt scheint tatsächlich Section Control zu sein und sollte daher ganz oben auf der Agenda stehen.



07. 10. 2017

Wartehäuschen rasch sanieren

Der Obmann des Bauausschusses, DI Gottfried Arnold (UBL), stellte in einer Ausschuss-Sitzung den dringenden Sanierungsbedarf der Wartehäuschen beim „Pfiff“ und beim Gasthaus Köck zur Diskussion. Beim „Pfiff“ ist u. a. das Fallrohr abgerissen. Passanten droht eine unfreiwillige Dusche. Bgm. Moser sagte zu, Angebote einholen zu lassen.



30.06.2016

Weitere Anträge der Bürgerliste

Die Bürgerliste hat Anträge eingebracht, die Kurzparkzonen beiderseits der Hauptstraße bei der früheren Bank Austria von 60 Minuten auf 2 Stunden auszudehnen. Damit würde einem Wunsch der ansässigen Firmen entsprochen: Oft dauern Behandlungen beim Internisten, Zahnarzt und im Pflegeinstitut oder Konsultationen beim Steuerberater länger als eine Stunde.


Ein weiterer Antrag betrifft die Verkehrssituation auf der Gaadner Straße beim früheren Gasthaus Lehenbauer. Die Parkdauer in der Kurzparkzone (derzeit 3  Stunden von 10–22 Uhr) soll auf den derzeitigen Bedarf überprüft und die Parksituation soll durch Markierung eines Parkstreifens verbessert werden. Ebenso haben wir die Prüfung der Möglichkeit einer Querungshilfe nahe der Abzweigung nach Weissenbach beantragt.



12.05.2016

Bürgerlisten-Forderung erfüllt: Tempo 50 bei Haberlsiedlung

Die langjährige Bürgerlisten-Forderung, Tempo 70 bei der Haberlsiedlung durch Tempo 50 zu ersetzen, ist verwirklicht. Die 70er-Tafeln wurden bereits entfernt.

Die Vorgeschichte: Im Jahr 2014 startete die Haberlsiedlung-Bewohnerin und UBL-Kandidatin Mag. Claudia Haider-Kasztler mit Unterstützung der Bürgerliste eine Unterschriftenaktion für Tempo 50. Mit großem Erfolg – die meisten Haberlsiedlungs-Bewohner unterschrieben diese Forderung und die Unabhängige Bürgerliste setzte sich im Gemeinderat für dieses Anliegen ein.

Erfreulicherweise unterstützte auch Bürgermeister Moser diese Forderung bei den zuständigen Behörden. Eigentlich könnte man sich also freuen, dass durch Zusammenarbeit und gemeinsame Anstrengungen endlich möglich ist, was früher stets abgelehnt wurde.

Etwas verwunderlich ist es daher, dass Bürgermeister Moser nun in einem NÖN-Bericht am 4. 5. 2016 den Eindruck zu erwecken versucht, als würde er diese Forderung erst jetzt aufgreifen. Wörtlich sagt er: ,,Schon lange wird von der Bevölkerung gefordert, dass hier Tempo 50 kommt, das haben wir nun in unser Konzept aufgenommen.“




11.05.2016

Tempolimit auf A21 – Bürgerlisten-Forderung wird nun von ÖVP unterstützt

Seit Jahren redet und schreibt die Bürgerliste darüber: Zwischen Sparbach und Gießhübl bedarf es aus Lärmschutzgründen eines Tempolimits – möglichst mit Section Control. Laut Bürgermeister-Ankündigung in der NÖN ist nun auch die ÖVP bereit, ein solches Tempolimit (100 km/h) zu fordern. Spät aber doch …



11.05.2016

Tempo 40: ÖVP schwenkt nun doch auf Bürgerlisten-Linie ein

Nach langem Hin und Her greift die ÖVP die Vorschläge der Unabhängigen Bürgerliste für Tempo 40 im Ort auf. Im September 2015 hatte die Bürgerliste einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat eingebracht – der aber unbehandelt auf der langen Bank landete. Nach 8 Monaten „Lagerzeit“ wird nun ein „ÖVP-Konzept“ präsentiert, das in weiten Teilen den Bürgerlisten-Vorschlägen folgt.

Der Bürgerlisten-Vorschlag war, Tempo 40 auf Gemeindestraßen zu verfügen und auch die Hauptstraße einzubeziehen. Die Reaktion war typisch: totale Blockade. Zunächst hielt der Bürgermeister seine Zusage nicht ein, den Bürgerlisten-Vorschlag im Gemeinderat bzw. Ausschuss zu behandeln. Dafür tönte er in den Medien: „Es macht keinen Sinn, über einen ganzen Ort Tempo 40 zu verhängen …“„… es ist keine ehrliche Politik, für den ganzen Ort ein generelles ,Tempo 40‘ zu fordern …“, das ist „reiner Populismus“.

Nun, 8 Monate später, kündigt der Bürgermeister in der NÖN an: Tempo 40 auf allen Gemeindestraßen. Was vorher „keinen Sinn“ machte, „keine ehrliche Politik“ war, was er als „Populismus“ bezeichnete, ist nun „ÖVP-Konzept“. Statt Tempo 40 auf der Hauptstraße will die ÖVP jetzt sogar eine Begegnungszone mit Tempo 20.

In ÖVP-Aussendungen werden die Bürgerlisten-Vorschläge als „Phantasievorschläge“ abqualifiziert. Den deckungsgleichen ÖVP-Vorschlägen (einziger Unterschied ist die ÖVP-Idee einer „Begegnungszone“) hingegen werden Realisierungsmöglichkeiten eingeräumt. Sieht so glaubwürdige Politik aus?


Skurril: Bei der Volksschule gilt immer noch Tempo 50

Während beim Kindergarten und in anderen sensiblen Bereichen längst -Tempo 30 gilt, darf man in der Beethovengasse bei der Volksschule immer noch mit 50 km/h durchfahren. Es wäre gut, wenn der Bürgermeister zunächst das Nötige tut und erst dann von einer „Flaniermeile“ zu träumen beginnt …


15.04.2016

Moser-Vorschlag: Begegnungszone im Ortszentrum?

Für eine Begegnungszone in der Hauptstraße, Parkstraße und den anderen Straßen um den Beethovenpark plädiert Bgm. Moser in der NÖN. Das bedeutet Tempo 20, Fahrzeuge und Fußgänger benützen die Fahrbahnen gleichberechtigt. Beispiel für eine Begegnungszone ist die Mariahilfer Straße in Wien.

Mosers Ankündigungspolitik geht weiter

Vor kurzem berichtete die NÖN über die Bürgermeister-Idee, rund um den Beethovenpark eine „Begegnungszone“ zu schaffen. Diese Zone schwebt ihm nach seinen Worten rund um den Beethovenpark, zwischen Volksbank und Kirche vor und soll offenbar die Hauptstraße und Parkstraße einbeziehen. Er vermutet, dass dadurch auch der Durchzugsverkehr reduziert würde.

Eine Begegnungszone ist ein Bereich, in dem die Fahrbahnen für die gemeinsame Nutzung durch Fahrzeuge und Fußgänger bestimmt sind. Laut § 76c StVO gilt in Begegnungszonen u. a. Tempo 20, in Ausnahmefällen darf Tempo 30 gestattet werden.


Reales Projekt Mosers oder eine Seifenblase?

Abschließend sagt Moser in dem NÖN-Bericht, dass er diese Pläne erst mit der Behörde besprechen müsse. Wenn diese grünes Licht gibt, solle der Raumordnungsausschuss das Projekt entwickeln. Das heißt, es ist noch ein weiter Weg bis zu einer allfälligen Realisierung – oder es ist wieder nur eine der Ankündigungs-Seifenblasen des Bürgermeisters …

In Hinterbrühl sind Fußgänger bestenfalls zur Trafik, zum Fußpflegesalon, zur Volksbank und zu gewissen Zeiten zur Kirche und zur Schule unterwegs. Ob diese unbedingt auf der Straße statt am Gehsteig gehen wollen, ist fraglich. Shopping, Schanigärten, buntes Treiben? Ohnehin Fehlanzeige!

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Die Vorschläge der Unabhängigen Bürgerliste zur Verkehrsberuhigung, u. a. Tempo 40 auch auf der Hauptstraße und Parkstraße, ein LKW-Durchfahrtsverbot über 3,5 Tonnen in diesem Teil des Ortes, liegen seit langem auf dem Tisch, werden jedoch seitens der ÖVP-Gemeindeführung nicht behandelt.


Bitte sagen Sie uns Ihre Meinung
zu diesem Thema: per Mail
buergerliste@hinterbruehl.at oder telefonisch 0660 604 50 10.


Der VCÖ über Begegnungszonen

Laut Verkehrsclub Österreich sind Begegnungszonen geeignet für:

• Plätze und Straßenabschnitte, in denen Gehende, Rad- und Autofahrende auf Basis gegenseitiger Rücksichtnahme eine Verkehrsfläche gemeinsam nutzen.

• Straßen oder Plätze mit fl

ächenhaftem Querungsbedürfnis eignen sich besonders als Begegnungszonen: Geschäftsstraßen, Zentrums- und Altstadtbereiche sowie Bahnhofsvorplätze, ebenso Straßenabschnitte mit geringer Querschnittsbreite, wo die einzelnen Verkehrsarten nicht baulich getrennt werden können.

• Begegnungszonen verringern die Barrierewirkung des Kfz-Verkehrs und ermöglichen überall das Queren.

• Wesentlich für das Wirken einer Begegnungszone sind viele Menschen, die zu Fuß unterwegs sind.

• Damit sie entsprechend der lokalen Gegebenheiten gut funktioniert, sind gründliche Planung und gute Gestaltung notwendig.

• Eine Begegnungszone ist ideal, wenn die Durchquerung einer Straße oder eines Platzes für Kfz erhalten bleiben soll und viele Menschen zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind.

• Die hohe Zahl an Gehenden und Radfahrenden in Relation zur Kfz-Verkehrsstärke ist wesentlich, da
eine Begegnungszone nur dann funktioniert, wenn es ständig zu Begegnungen kommt.



21.12.2016

Tempo 40: Verzögerungstaktik der ÖVP – wie lange noch?

Im September 2015 war die Reaktion der ÖVP auf den Bürgerlisten-Vorschlag für Tempo 40 in Hinterbrühl noch durchaus positiv: Man werde den Antrag im zuständigen Ausschuss beraten und in der Dezember-Gemeinderatssitzung behandeln. Sowohl in der Ausschusssitzung als auch in der Dezember-Gemeinderatssitzung stand das Thema dann aber nicht auf der Tagesordnung. Dafür gab es völlig divergente Äußerungen des Bürgermeisters:

„… Weitere Maßnahmen wie eine Geschwindigkeitsbeschränkung werden in einer gesonderten Verkehrsverhandlung mit der Bezirksbehörde betrachtet“,  dann wieder: „Es macht keinen Sinn, über einen ganzen Ort Tempo 40 zu verhängen …“ und zuletzt in der ÖVP-Zeitung: „… es ist keine ehrliche Politik, für den ganzen Ort ein generelles ,Tempo 40‘ zu fordern …“. In persönlichen Kontakten zeiht der Bürgermeister die Bürgerliste sogar des „Populismus“. Wenn man Bürgerwünsche umsetzen will, ist das „nicht ehrlich“ und „populistisch“?

Zur Klarstellung: Die Bürgerliste beantragte einen „Grundsatzbeschluss für Maßnahmen zur Temporeduzierung“ (siehe Faksimile). Wenn man auf den Durchzugsstraßen im Ort (ausgenommen Gaadner Straße) Tempo 40 einführt, werden die schmalen Verbindungsgassen im Ortszentrum wohl nicht weiter mit Tempo 50 verbleiben können. Also kommt – abgesehen von den bereits bestehenden 30er-Zonen – ein mehr oder weniger „flächendeckendes“ 40er-Limit heraus.

UBL-Fraktionsobmann Gf. GR Ferdinand Szuppin: „Mit konsequenter Gesprächsverweigerung und dem Herabmachen anderer Meinungen wird es auf Dauer nicht getan sein. Sachliche Diskussionen und sachgerechte Lösungen erwarten die Bürger von der Politik“.




Regionale Leitplanung (SUM) bestätigt Linie der Unabhängigen Bürgerliste

In den vergangenen zwei Jahren arbeiteten die 20 Gemeinden des Bezirks und das Land NÖ an einem Leitplan für die künftige Entwicklung des Bezirks und der Gemeinden. Der Entwurf des Schlussdokuments bestätigt weitgehend die Vorstellungen der Unabhängigen Bürgerliste über die künftige Ortsentwicklung.

• Erfreulich ist, dass in der Leitplanung klar unterschieden wird zwischen den „ländlichen“ Gemeinden im Wienerwald, solchen im flachen Land sowie den Gemeinden entlang der „städtischen“ Südachse.

• Bedauerlich ist, dass die ÖVP erst jetzt – knapp vor den endgültigen Beschlüssen – den anderen Gemeinderatsfraktionen eine Mitsprachemöglichkeit einräumte.


Positive Eckpunkte im Entwurf der SUM-Leitplanung sind weiters

•die Merkmale der Wienerwaldgemeinden, die so definiert werden:

–hochattraktives Wohnen,

–Siedlungen nur begrenzt erweiterbar,

–bestehende Strukturen sichern,

–örtliche Identität wahren,

–behutsame Eigenentwicklung,

–mäßiger Zuzug von außen.

Weiters:

•eine aktive Auseinandersetzung mit der Baukultur

•Schutz ökologisch sensibler Gebiete und wertvoller Landschaftsteile

•Schutz der Bevölkerung vor Lärm und Abgasen

•Reduzierung und Lenkung des KFZ-Verkehrs

•KFZ-Verkehr auf Autobahnen lenken

•Durchzugsverkehr verringern

•Prüfen von Tempobeschränkungen auf den Autobahnen

Die Berücksichtigung dieser Punkte des SUM-Leitplanes in dem kommenden Ortsentwicklungskonzept für Hinterbrühl wird die Bürgerliste einfordern.


Die Aufnahme folgender zusätzlicher Punkte in das SUM-Abschlussdokument hat die Unabhängige Bürgerliste vorgeschlagen:

• die Grenze für den Ziel- und Quellverkehr entlang der Südbahnstrecke,

• weitgehende Ableitung des LKW-Verkehrs auf die A2 und A21,

• 24-Stunden-LKW-Fahrverbot über 3,5 t (ausgenommen Ziel- und Quellverkehr),

• Tempo 80 auf der A21 zwischen Sparbach und Gießhübl,

• bessere Busverbindungen nach Gießhübl, Perchtoldsdorf, Maria Enzersdorf und zur U6 in Siebenhirten,

• neue LKW-Auffahrt in Sparbach unter Umgehung des Ortsgebietes,

  1. Erarbeitung eines Hochwasserschutzkonzepts entlang des Mödlingbaches.


Befremdliche ÖVP-Reaktionen auf konstruktive Vorschläge der Bürgerliste

Während von der ÖVP einerseits zugesagt wird, sich beim SUM für die oben genannten Vorschläge der Unabhängigen Bürgerliste einzusetzen, wird andererseits in der aktuellen ÖVP-Zeitung davon gesprochen, dass es „keine ehrliche Politik sei, für den ganzen Ort ,Tempo 40‘ oder ein ,LKW-Verbot‘ zu fordern, wenn man genau weiß, dass dies von der Verkehrsbehörde nicht genehmigt wird“.

Abgesehen davon, dass die UBL nicht „die LKWs“ verbieten will, sondern nur ein Durchfahrtsverbot anstrebt: Die Verkehrsbehörde hat in der Vergangenheit anderswo sehr wohl Durchfahrtsverbote genehmigt (siehe Bilder), warum also nicht auch bei uns.

Schade, dass sich die ÖVP-Granden so rasch vom nach der Gemeinderatswahl zugesagten „Miteinander statt Gegeneinander“ verabschiedet haben und sich lieber im vorweihnachtlichen „Schienbeintreten“ üben …


Bild unten links: Bereits 2010 erschien der Artikel links über ein LKW-Durchfahrts-Verbot im Raum Korneuburg–Mistelbach–Gänserndorf. LH Erwin Pröll in dem Bericht: „Die Durchfahrtsverbote auf den Bundesstraßen sollen den Schwerverkehr aus den Siedlungen verbannen und auf das hochrangige Straßennetz zwingen“.

Bild rechts: Seit Jahren in Kraft: Durchfahrtsverbote über 3,5 t durch die Orte südlich der S1.








Bürgerliste beantragt Tempo 40 und weitere temporeduzierende Maßnahmen für Hinterbrühl, Weissenbach und Sparbach

Die Unabhängige Bürgerliste stellt den Antrag, Maßnahmen zur Temporeduzierung auf den Straßen im Ortsgebiet von Hinterbrühl und in den Katastralgemeinden Weissenbach und Sparbach zu beschließen und die zur Einleitung der erforderlichen Behördenverfahren nötigen Schritte einzuleiten. Vorgeschlagen wird seitens der Unabhängigen Bürgerliste die Einführung von Tempo 40 für das Hinterbrühler Ortsgebiet. Für die Katastralgemeinden Weissenbach und Sparbach soll ebenfalls Tempo 40 vorgesehen werden bzw. soll eine Temporeduzierung durch geeignete straßenbauliche Maßnahmen erreicht werden. Für entsprechende Kontrollen des Tempolimits ist zu sorgen. Der Antrag soll in der nächstmöglichen Gemeinderatssitzung behandelt werden.



06.07.2015

LKW-Verkehr auf die Autobahnen!

Zur Entlastung der Wohngebiete zwischen Sparbach, Weissenbach, Hinterbrühl, Mödling, Maria Enzersdorf und Brunn schlägt die Unabhängige Bürgerliste eine Neudefinition des Begriffes „Ziel- und Quellverkehr“ vor. Bisher ist die Grenze des „Ziel- und Quellverkehrs“ die B17. Daher dürfen durch unsere Wohngebiete auch LKWs fahren, die von oder zu Standorten an der B17 fahren (weiße Linie im Plan). Dort – an beiden Seiten der B17 –  sind praktisch alle Industrie- und Gewerbegebiete der Region angesiedelt.

Wohngebiete von LKWs freihalten

Der Bürgerlisten-Vorschlag ist, die  Grenze für den „Ziel- und Quellverkehr“ neu – und der Realität entsprechend – entlang dem Verlauf der Südbahnstrecke zwischen Perchtoldsdorf und Gumpoldskirchen zu definieren (rote Linie). Die Gewerbegebiete -liegen rechts (östlich) der Südbahnstrecke. Links (westlich) befinden sich fast ausschließlich Wohngebiete (siehe Plan). Der LKW-Verkehr von und zu diesen Gewerbegebieten müsste dann zwingend über die B17, B12a, A2 und A21 geführt werden.

Verbesserung der Lebensqualität

Diese Maßnahme würde zu einer deutlichen Entlastung der Wohngebiete führen und zu einer massiven Verbesserung der Lebensqualität. Gf. GR Michael Fichtinger: „Es ist nicht zu verstehen, dass ein voll ausgebautes überregionales Straßennetz nicht genützt wird und viele LKWs mautschonend durch Maria Enzersdorf, Mödling, Hinterbrühl und Sparbach fahren.“

Als Ziel der Regionalen Leitplanung definieren

Die Unabhängige Bürgerliste schlägt vor, diese Forderung in die derzeit laufenden Verhandlungen zur „Regionalen Leitplanung für den Bezirk Mödling“ einzubringen. In diesem Gremium wird Hinterbrühl durch Bürgermeister Mag. Erich Moser und die Gemeinderäte Peter Pikisch und Peter Durec vertreten.


Sagen Sie uns bitte Ihre Meinung zu diesem Vorschlag:
buergerliste@hinterbruehl.at


28.11.2015

Verbauungs- und Verkehrspolitik bewegen die Bürger

Die Verbauungs- und Verkehrspolitik der vergangenen fünf Jahre war ausschlaggebend für das Wahlergebnis der Gemeinderatswahl 2015. Die Linie der Unabhängigen Bürgerliste gegen die Verbauung und gegen die Verkehrsbelastung wurde von 724 Wählerinnen und Wählern (30,65%) bestätigt. Nun ist dem Wählerwillen Rechnung zu tragen. Dass diese Botschaft noch nicht überall angekommen ist, lässt sich aus Äußerungen der letzten Monate ableiten. Daher gilt es für die Bürgerliste, gemeinsam mit den Bürgern Konzepte zu entwickeln, die Hinterbrühl auch in Zukunft als lebenswerte Gemeinde erhalten.

Wo liegen die gravierendsten Probleme?

Zwei Bestimmungen wirken auf Bauträger äußerst „phantasieanregend“:
Die neu eingeführte 3-Wohneinheiten-Regelung und die Erleichterungen beim Bau in Hanglagen.

Was nach Beschränkung und bürgerfreundlichem Entgegenkommen aussah, erwies sich als Bumerang:

• Die Bauwerke, die vor der Gemeinderatswahl an der Johannesstraße entstanden sind (in Bauklasse II, ohne Wohneinheitenbeschränkung), haben wir tagtäglich vor Augen – für viele Jahrzehnte.

• Unter maximaler Ausnützung der baurechtlichen Möglichkeiten wurden auf einem Grundstück 3 Reihenhäuser in verbundener Bauweise – inkl. Tiefgarage – mit 4 Geschossen geplant.

• Heute werden von Bauträgern sogar auf Bauklasse-I-Grundstücken „Schuhschachteln“ mit 3 Wohngeschossen geplant – auch unter Ausnützung der Möglichkeit, in Hanglagen tiefer abgraben zu dürfen, als früher erlaubt war.

Bürgerproteste wegen Projekt am Bechadeweg

Ein Beispiel: Im Bereich Badgasse–Bechadeweg–Dreisteinstraße entstand Mitte der 1970er-Jahre eines der schönsten Wohnviertel Hinterbrühls. Auf den sogenannten „Ludwig-Gründen“ wurden damals Ein- und Zweifamilienhäuser errichtet, die auf Grund der damaligen strengen Bauauflagen ein wunderschönes harmonisches Ensemble bilden.

Auch über dieses Viertel wurde nun die „3-Wohneinheiten-Regelung“ gezogen.

Es dauerte nicht lange, bis ein Bauträger ein Projekt mit 3 Wohnstockwerken auf einem Bauklasse-I-Grundstück (!) plante.

Wenn nicht unterbunden wird, dass auf so kleinen Grundstücken tatsächlich derartige Bauwerke entstehen können, verliert dieser Ortsbereich über kurz oder lang seinen einzigartigen Charakter.

Entsprechend groß ist der Protest der Anrainer, die eine Zurücknahme dieser neuen Widmung fordern. Nicht zuletzt wird darauf verwiesen, dass die Häuser noch viele Jahrzehnte so bestehen werden und daher zum jetzigen Zeitpunkt für diese Widmungs-änderung gar keine Notwendigkeit vorhanden ist.

Zeit für eine Wende

Wenn man bedenkt, wie viele Bauklasse-I- und II-Grundstücke in Hanglagen es in Hinterbrühl gibt, kann man sich ausmalen, wie Hinterbrühl in einigen Jahren aussehen könnte.

Aus Sicht der Unabhängigen Bürgerliste müssen aus diesen Fehlentwicklungen so rasch als möglich die Konsequenzen gezogen werden. Die Unabhängige Bürgerliste wird entsprechende Vorschläge in den Gemeinderatsgremien einbringen.


Verkehrsberuhigung

Bestärkt durch die Ergebnisse der großen Bürgermitsprache-Aktion, in der sich ca. 65% für temporeduzierende Maßnahmen ausgesprochen haben, brachte die Unabhängige Bürgerliste am 22. September 2015 einen entsprechenden Antrag ein. Als eine Möglichkeit wurde „Tempo 40“ ins Auge gefasst. Und warum „flächendeckend“?

Wenn man eine Tempo-40-Zone für den gesamten Ort einführt, sind die Kosten verschwindend gering: An den sieben Ortseinfahrten müssten Verkehrszeichen aufgestellt werden, fertig. Die im Ort bereits bestehenden 30er-Beschränkungen würden selbstverständlich weiterhin bestehen bleiben. Der Begriff „flächendeckend“ ist also relativ zu sehen

Bürgermeister Moser: Noch keine klare Linie erkennbar

Im Gemeinderat sagte Bürgermeister Mag. Erich Moser eine eingehende Diskussion zu – die bisher nicht stattgefunden hat. Die Aussagen des Bürgermeisters sind bisher widersprüchlich:

„… Weitere Maßnahmen wie eine Geschwindigkeitsbeschränkung werden in einer gesonderten Verkehrsverhandlung mit der Bezirksbehörde betrachtet“, sagte er am 29. 9. 2015 in der NÖN. Das klingt eher positiv.


Am 14. 10. 2015 hörte sich das in der NÖN schon wieder anders an: Moser: „Es macht keinen Sinn, über einen ganzen Ort Tempo 40 zu verhängen, dazu sind die Straßen zu unterschiedlich, die Gaadner Straße ist anders zu behandeln als eine kleine Gasse.“ Ja schon. Aber dennoch ist „flächendeckend“ kostengünstiger, als an jeder Kreuzung im Ort eine 40er-Tafel aufzustellen. Und die Gaadner Straße haben wir ohnehin ausgenommen. Effiziente Radarüberwachung sowie eine Kanal- und Straßensanierung würde dort mehr bringen.

Durchaus kein Populismus der Bürgerliste

In persönlichen Dialogen unterstellt der Bürgermeister der Bürgerliste sogar Populismus. Stimmt nicht: Wir wollen nur die Wünsche vieler Bürger umsetzen. Die Unabhängige Bürgerliste setzt jedenfalls weiterhin auf sachliche Gespräche ohne vorherige Festlegungen und taktisches Geplänkel. Herauskommen muss eine Lösung, die für unsere Bürgerinnen und Bürger Verbesserungen der Lebensqualität und mehr Sicherheit bringt.

Nun sind der Bürgermeister und seine ÖVP am Zug.


Letztstand ist, dass das Thema Tempolimit im Rahmen des seit langem angekündigten Ortsentwicklungskonzepts behandelt werden soll.



04.10.2014

Unterschriftenaktion: Bürgerliste unterstützt Bewohner der Haberlsiedlung


Bewohner aus der Haberlsiedlung am westlichen Ortsende von Hinterbrühl haben im Rahmen unserer Bürgermitsprache-Aktion den Wunsch geäußert, das dort auf der B11 bestehende Tempo 70 auf 50 km/h zu reduzieren.

Die zunehmende Abgas- und Lärmbelastung – vor allem auch durch LKWs – ist unerträglich geworden. Weiterer Vorschlag war, bei der Haberlsi 04.10.2014 edlung eine VOR-Bushaltestelle zu beantragen, da der Fußweg bis zur nächsten Haltestelle beim neuen SPAR doch ziemlich lang ist. Wir haben in unserem „Blickpunkt Hinterbrühl“ Nr. 91 ausführlich berichtet.

Wir nehmen die Bürgerwünsche ernst: Die Unabhängige Bürgerliste hat auf diese Wünsche umgehend reagiert und unterstützt diese Forderung mit einer Unterschriftenaktion in der Haberlsiedlung, die den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger mehr Nachdruck verleihen soll.

Falls Sie in der Haberlsiedlung wohnen und keine Unterschriftenliste zur Verfügung haben, können Sie das Formular unter von unserer Homepage herunter laden oder unter 0660 604 50 10 anfordern.


Temporegelung für Spielstraße beachten

Vielfach wird übersehen, dass die Zufahrtsstraße innerhalb der Haberlsiedlung eine Spielstraße ist. Das Tempolimit wird oft nicht eingehalten, von der B11 wird mit zu hohem Tempo eingebogen, Gefährdungen für Kinder und Erwachsene sind an der Tagesordnung.

Das ist einerseits eine zusätzliche Begründung für Tempo 50 auf der B11, andererseits werden auch die Besucher gebeten, die bestehende Tempobeschränkung zu beachten.


Zur Unterschriftenliste



04.10.2014

UBL gegen Verlängerung der Steinbruch-Abbaugenehmigung


Der „Blickpunkt Hinterbrühl“ hat es schon berichtet: Trotz aufrechter Abbaugenehmigung für die nächsten Jahrzehnte hat der Steinbruchbetreiber bereits jetzt um eine daran anschließende nochmalige Verlängerung um weitere zwei Jahrzehnte angesucht.

Die Unabhängige Bürgerliste fordert alle Entscheidungsträger im Land und im Bezirk auf, die Zustimmung zu diesem Antrag zu verweigern. Es kann nicht sein, dass heute Entscheidungen für Jahrzehnte im voraus getroffen werden. Entscheidungen, unter denen noch unsere Kinder und Kindeskinder leiden werden. Es ist nicht einzusehen, dass unser Ort – mitten im Naturpark Föhrenberge – noch jahrzehntelang unter der Verkehrslast, den Sprengungen und dem Staub leiden soll.


Sparbach muss vor LKW-Lärm geschützt werden

Wenn Bürgermeister Moser in der NÖN davon spricht, dass die Katastralgemeinde Sparbach eine „gewisse Verkehrsbelastung“ durch den Steinbruch-Verkehr zu tragen habe, ist das – gelinde gesagt – eine Untertreibung.


Zunehmende LKW-Belastung auch in Hinterbrühl

Zunehmend fahren die LKWs auch auf der Hauptstraße durch das dicht bebaute Ortszentrum – man spricht von rund 80 Fahrten täglich. Aber auch über die Gaadner Straße von und in Richtung Mödling donnern die Steinbruch-LKWs. Es liegen zahlreiche Anrainerbeschwerden vor, die in den frühen Morgenstunden von den leeren LKWs mit scheppernden Aufbauten aus dem Schlaf gerissen werden.

Daher ist es wenig verständlich, wenn Bgm. Moser sagt, man könne nicht einzelne Straßen sperren, weil dadurch der Verkehr nicht verschwinde.

Die Bürgerliste meint: Doch kann man. Der Verkehr soll über die Werksauffahrt in Sparbach auf die Autobahn verschwinden – ohne den Ort Sparbach zu berühren. Das würde für den gesamten Ort zu einer Verringerung der Belastung führen.


Neue Autobahn-Auffahrt: Bürgerliste ist dafür

Der Vorschlag von Bürgermeister Moser, durch eine neue Autobahnbrücke den LKW-Verkehr völlig aus Sparbach fernzuhalten, findet die Unterstützung der Unabhängigen Bürgerliste.



19.07.2014

Steinbruch Gaaden: Seltsame Angebote an Gemeinde Hinterbrühl


Noch gar nicht abzuschätzen sind die Auswirkungen der vom Steinbruchbetreiber beantragten Verlängerung des Steinbruchs Gaaden nach Ablauf der derzeitigen Genehmigung um weitere 25 Jahre – bis 2060 (!).

Dass die Abbauverlängerung um ein Vierteljahrhundert bereits rund 20 Jahre vor Ablauf der derzeitigen Bewilligung beantragt wurde, erscheit für sich schon verwunderlich.


Zusätzliche Transporte von Abbruchmaterial

Noch dazu soll laut Berichten in den Gemeinderatsgremien künftig Abbruchmaterial in den Steinbruch transportiert, dort in einer Schredderanlage zerkleinert, dem abgebauten Dolomit beigemengt und dann mit diesem vermischt wieder abtransportiert werden. Das bedeutet, dass zu den bisherigen – vom Steinbruchbetreiber angegebenen – täglich 220 Fahrten (110 leer her, 110 beladen zurück) noch weitere kommen werden. Nämlich diejenigen, die beladen mit Abbruchmaterial zum Steinbruch kommen und leer wieder zurück fahren. Eine Koordinierung in der Weise, dass die LKWs, welche Abbruchmaterial anliefern, auch gleich mit Dolomit beladen wieder zurück fahren, wird wohl weitgehend ein frommer Wunsch bleiben.


Verkehrsbelastung für Sparbach und Hinterbrühl

Die leeren LKWs zum Steinbruch donnern von der A21-Autobahnabfahrt durch Sparbach. Und die beladenen LKWs fahren meist auch diese Strecke zurück, statt – wie mit dem Steinbruchbetreiber vereinbart – die eigens geschaffene LKW-Auffahrt Richtung Wien beim Bauhof zu benützen.


Keine zusätzliche Umweltbelastung?

Die Behauptung, dass durch die Abbauverlängerung um 25 Jahre keine zusätzliche Umweltbelastung entstehe, kann nicht unwidersprochen bleiben: Allein in den 25 Jahren Steinbruchverlängerung ergeben sich bei 220 Fahrten pro Tag (wie bisher) bei angenommen 240 Arbeitstagen im Jahr 52.800 weitere Fahrten, also in 25 Jahren satte 1,320.000 Fahrten (leer und beladen)! Pro Fahrt wird eine Ladung von 27 Tonnen angenommen: Das sind 17,820.000 Tonnen. Andere Quellen sprechen sogar von 20 Millionen Tonnen. Dazu kommt aber noch die derzeit nicht abschätzbare Anzahl von Fahrten mit Abbruchmaterial zum Steinbruch und leer wieder zurück. 25 Jahre länger Lärm, Staub und Abgase: Das soll keine zusätzliche Umweltbelastung sein?


„Herzige“ Angebote des Steinbruchbetreibers …

Diesen massiven derzeitigen und künftigen Belastungen gegenüber steht die vom Steinbruch-Betreiber angeblich angebotene Errichtung von Brutkästen für Fledermäuse und von „Insektenhotels“. Diese Angebote können in Anbetracht der Abbau- und Transport-Dimensionen nur mit dem Prädikat „herzig“ bezeichnet werden.


… und weniger „herzige“ Angebote

Weniger herzig findet die Bürgerliste andere Angebote des Steinbruchbetreibers. Laut Gemeindeführung habe dieser als „Ausgleich“ für die zu erwartenden Belastungen der Bevölkerung die Errichtung eines Imbissstandes (!) und – zur Hebung der Steuereinnahmen der Gemeinde – die Ansiedlung einer Firma (des Konzerns) in Hinterbrühl angeboten.

Soll die Gemeinde den Schutz der Bevölkerung vor der zunehmenden Belastung durch den LKW-Verkehr, Lärm und Staub der Aussicht auf höhere Steuereinnahmen und eine zusätzliche „gastronomische“ Einrichtung opfern?

Dass die Gemeindeführung laut eigener Auskunft diese – gelinde gesagt, seltsamen – Angebote rundweg abgelehnt hat, kann nur in aller Deutlichkeit begrüßt und unterstützt werden.


Was soll geschehen?

1. Die Genehmigung der Steinbruch-Verlängerung sollte am besten gänzlich unterbleiben oder so lange als möglich aufgeschoben werden. Schließlich gilt die derzeitige Genehmigung ohnehin noch bis ins Jahr 2035! Es ist nicht einzusehen, dass heute Belastungen beschlossen werden sollen, die noch unsere Enkel und Urenkel treffen werden.

2. Die Belastung durch den Stein-bruch-LKW-Verkehr für Sparbach muss minimiert werden.

3. Alle LKWs sollen zwingend die LKW-Auffahrt beim Bauhof Sparbach über die Autobahnraststätte benützen müssen.

  1. 4.Der Steinbruch-Verkehr durch Hinterbrühl muss völlig unterbunden werden 5. Darüber hinaus ist die Errichtung einer neuen Autobahn-Auf- und Abfahrt im Bereich der Autobahnraststätte zu fordern.



19.07.2014

A21: Neue Lärmschutz-Maßnahmen erforderlich


Viele Anrainer aus allen drei Ortsteilen beklagen, dass der Lärm von der Autobahn in den letzten Jahren immer mehr zugenommen hat. Tatsächlich hat sich das Verkehrsaufkommen seit der Fertigstellung der Lärmschutzwände im Jahr 2005 explosionsartig entwickelt


Zunächst umfassende Lärmmessungen erforderlich

In Weissenbach und Sparbach ist die Lärmsituation unerträglich. Private Lärmmessungen haben Werte über der gesundheitlichen Gefährdungsgrenze ergeben. Daher sind umfassende offizielle Lärmmessungen entlang der Auto-bahn im Ortsgebiet erforderlich, insbesondere an exponierten Stellen in Weissenbach und Sparbach.


Tempolimits und „Multifunktionale Lärmschutzanlage

Zwischen Sparbach und Gießhübl sollte für PKWs und LKWs ein Tempolimit mit Radarkontrolle eingeführt werden, um dessen Auswirkungen auf den Lärmpegel festzustellen. Weiters ist zu untersuchen, ob die seinerzeit zugesagte „multifunktionale Lärmschutzanlage“ eine Möglichkeit zur Verringerung der Lärmbelastung wäre.

Derartige Lärmschutzanlagen wurden vor Jahren an der A2 in Gleisdorf (Bild oben) und bei Pörtschach errichtet: Bei Überschreitung der vorgeschriebenen Lärmgrenzen werden Geschwindigkeitsbeschränkungen für PKWs und LKWs auf Überkopfanzeigen verfügt.

In einer kürzlich stattgefundenen Besprechung von Bundes- und Landesstellen, ASFINAG und Gemeinden wurde festgestellt, dass eine Einhausung der A21 aus Kostengründen (190 bis 200 Mio. Euro) definitiv nicht kommen werde. Jetzt gehen die Überlegungen in die Richtung von Lärmmessungen und Tempolimits …



19.07.2014

B11: Bürgerliste fordert 24-Stunden-Fahrverbot


Seit Jahren fordert die Unabhängige Bürgerliste auf der Gaadner Straße (B11) ein 24-Stunden-Fahrverbot für LKWs über 3,5 t, ausgenommen Ziel- und Quellverkehr.

Die Gemeindeführung sollte sich nicht nur gegen den LKW-Verkehr zum/vom Steinbruch Gaaden durch Sparbach einsetzen, sondern auch gegen den LKW-Verkehr durch Hinterbrühl

Das Problem sind nicht nur die LKWs, die durch Hinterbrühl zum und vom Steinbruch Gaaden fahren, es sind auch in- und ausländische „Mautflüchtlinge“, die bei ihren Fahrten so lange als möglich die Autobahn vermeiden, um Mautgebühren zu sparen.

Ein Praxisbeispiel: Ein Hinterbrühler Bürger musste vor einiger Zeit auf der B17 ab Guntramsdorf mangels Überholmöglichkeit hinter einem LKW nachfahren, der dann über die Guntramsdorfer Straße am Mödlinger Friedhof und an Blumen Schonsky vorbei bis zur B11 bei der Agip-Tankstelle in Mödling zuckelte, um dann entlang der B11 durch die Vorderbrühl und Hinterbrühl bis zur A21-Auffahrt Sparbach zu gelangen. Dort entschwand der LKW auf die Autobahn Richtung Westen.

Ein typischer Fall von Mautflüchtling. Statt über die B17 weiter und beim Knoten Wiener Neudorf auf die A2 und dann auf die A21 zu fahren, entschied sich der Lenker für eine Strecke, die wegen des langsameren Tempos eine längere Fahrzeit und vermutlich auch mehr Treibstoff erfordert. Von der Umweltbelastung ganz zu schweigen. Und das nur, um Mautgebühren zu sparen: Das geht gar nicht.

Die ÖVP-SPÖ-Gemeindeführung sollte endlich auch dieses Thema aufgreifen. Dass die Benützung der Autobahn manchen Spediteuren Mehrkosten von rund 70.000 Euro pro Jahr verursachen würde, zählt nicht als Gegenargument: Bei Einführung der Maut war der erste Schritt der Frächter, auf ihre Tarife einen Mautzuschlag einzuführen.



14.12.2012

B11: Fahrverbot nötiger denn je

Während im Bereich der Höldrichsmühle bereits vor einigen Jahren Flüsterasphalt aufgebracht wurde, befindet sich der anschließende Teil der B11 Richtung Mödling in katastrophalem Zustand. Zahlreiche Beschwerden erhält die Redaktion des „Blickpunkt Hinterbrühl“ daher immer wieder von Bürgerinnen und Bürgern, die in diesem Abschnitt wohnen.

Besonders schlimm ist es, wenn LKWs durchdonnern. Die beladenen machen Lärm und ruinieren die Fahrbahn, die unbeladenen ruinieren die Fahrbahn auch, machen aber noch mehr Lärm. Bei jeder Bodenwelle und Unebenheit scheppern die Aufbauten der LKWs. Auch das bestehende Nachtfahrverbot wird häufig nicht eingehalten.


Welche Maßnahmen sind erforderlich?

Neben einer umfassenden Sanierung der Fahrbahn inklusive Kanal und Unterbau ist ein 24-Stunden-Fahrverbot für LKWs über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht das Gebot der Stunde. Das ist eine langjährige Forderung der Unabhängigen Bürgerliste, die auch von zahlreichen Anrainern unterstützt wird.

Widerstand kommt unter anderem vom Hinterbrühler Orts-ÖVP-Obmann und Bezirks-Wirtschaftsbund-Obmann Mag. Erich Moser. Ihm sind offensichtlich die Interessen der Frächter-Lobby wichtiger als die Anliegen der Hinterbrühler Bevölkerung.


Wo liegt die Lösung?

Der Raum Mödling–Maria Enzersdorf–Gießhübl–Hinterbrühl ist umfasst von den hochrangigen Verkehrsadern A2 Südautobahn im Osten und der A21 Außenringautobahn im Norden und Nordwesten. Die zahlreichen Auf- und Abfahrten würden es dem LKW-Verkehr ohne weiteres ermöglichen, den größten Teil der Strecke in die oben genannten Zielgebiete auf diesen Autobahnen zurückzulegen.

Statt dessen wird häufig die Bundesstraße B11 genutzt, um dieses Gebiet ohne Mautgebühr zu durchqueren. Dass damit das Konzept des Biosphärenparks und des Naherholungsgebiets im Wiener Umland ad absurdum geführt wird, scheint die Verantwortlichen nicht zu interessieren. Und die zunehmende Lärm- und Abgasbelastung der Bevölkerung schon gar nicht.

 

Lärmschutz und

Verkehr