Ausführliche Berichte zu verschiedenen Themenbereichen aus den Jahren bis 2015 haben wir für Sie nach Sachbereichen übersichtlich und chronologisch zusammengestellt.

Wohnen, Junge & Senioren



Wieder Panne: Junges & Betreutes Wohnen weiter verzögert

24. 01. 2022 • Bald 9 Jahre ist das Projekt „Junges und Betreutes Wohnen“ bei der Sauerstiftung (hinter dem Spar-Markt) alt. In zwei Gemeinderatswahlkämpfen war es „Wahlkampfschlager“ der ÖVP. Hinter den vollmundigen Ankündigungen verursachten unserer Meinung jedoch Schlamperei, Inkompetenz und Planlosigkeit immer wieder neue Verzögerungen, die wertvolle Zeit und gehörig viel Geld  kosteten. 

Neuester „Schwank“ ist, dass vergessen wurde, ein Grundstück der Gemeinde inmitten der Baufläche in den Baurechtsvertrag einzubeziehen. In der Ausschreibung an die interessierten Genossenschaften gibt es noch weitere juristische Unklarheiten. Womit das Projekt nach neun Jahren wieder zurück am Start ist.

Peinlich genug, dass das Bauamt, der ausschreibende Ziviltechniker und der Bürgermeister als Baubehörde 1. Instanz erst von den interessierten Genossenschaften auf diese Fehler aufmerksam gemacht werden mussten – wirklich schlimm ist, dass Zeit und Geld vergeudet wurde, während Ältere und Junge aus dem Ort wegziehen, weil es in Hinterbrühl das einzig leistbare Wohnbauprojekt nicht in die Gänge kommt.

 

Groteske um Junges und Betreutes Wohnen

29. 11. 2020 • Das Projekt Junges und Betreutes Wohnen auf den Gründen der Sauerstiftung hinter dem SPAR kommt nicht in die Gänge. Seit 2014 wird das Vorhaben in den Medien angekündigt, seit damals wird geplant, umgewidmet, begutachtet und „gewettbewerbt“. Aber immer wieder tauchten neue Hindernisse auf, die wieder begutachtet werden wollten. Im September 2020 schien es dann so weit: Die Ausschreibungsunterlagen für die Baugenossenschaften waren fertig. War endlich die große Stunde gekommen? Leider doch nicht. Denn die Ausschreibungsunter­lagen wurden für die – falsche – Bau­klasse I erstellt, als ginge es um ein Einfamilienhaus.

Bürgerliste entdeckt ­Fehler in Ausschreibung

Wenn sich die Bürgerliste nicht gewundert hätte, warum das Pro­jekt nur so wenige Wohnungen vorsehe, wäre man gar nicht draufgekommen. Nach jahrelangen Planungen, Erhebungen und Widmungsver­fahren sagt man dem Ziviltech­niker nicht, dass er für Gebäude­höhen von 8–11 Meter und 30–45% Bebauungsdichte planen soll?

Unterlagen ungeprüft dem Ausschuss vorgelegt

Offenbar hat von den politisch Verantwortlichen niemand die Unterlagen geprüft, sondern gleich dem zuständigen Ausschuss zum Be­schluss zugeleitet. Und die Bürgerliste konnte die peinliche Panne erst in der Sitzung entdecken. 

Ausschuss geplatzt, zweite Sitzung abgesagt

Natürlich ging der Ausschuss ohne Beschluss zu Ende, für die darauf­folgende Woche wurden berich­tigte Unterlagen für eine weitere Ausschusssitzung angekündigt – um in der unmittelbar folgenden Gemeinderatssitzung den Ausschreibungsbeschluss fassen zu können. Auch dieser Ausschuss musste wegen nicht ausreichen­der Unterlagen abgesagt werden.

In der Gemeinderatssitzung begründete der Bürgermeister, dass man nun erst mit einer Genossenschaft sprechen wolle, welche Wohnungsgrößen für Junge und Senioren
empfeh­lens­wert wären.

Bedarfserhebung erst jetzt? Es ist unglaublich

Im Grunde heißt das, dass erst jetzt seitens einer Genossen­schaft eine Bedarfserhebung gemacht wird, damit die Woh­nungen dann den Ansprüchen genügen und auch verkäuflich sind.

Baurecht kostete Gemeinde bisher 42.000 Euro

Noch eine Zeitbombe tickt: Die vorgesehenen Grundstücke sind Baurechtsgründe auf 99 Jahre. Danach fallen  die darauf befind­lichen Gebäude in das Eigentum der Erzdiözese. Eine Genossen­schaft muss also in diesem Zeit­raum ihre Kosten hereinspielen. 

7 Jahre sind jedoch bereits ­un­genützt verstrichen. Lange ist nicht mehr Zeit für ein wirtschaft­liches Projekt.

Übrigens: Die UNO-City in Wien war in 6 Jahren fertig gebaut … 


Wieder Verzögerung für Junges und Betreutes Wohnen?

16. 5. 2019 • Ein Satz im ÖVP-„Forum Hinterbrühl“ legt nahe, dass es schon wieder Probleme beim Wohnbauprojekt Sauerstiftung gibt. Die ÖVP schreibt in ihrer vor kurzem erschienenen Parteizeitung:„Allerdings gibt es bei der Aufschließung des Grundstücks noch Diskussionsbedarf, der mit Wasserrechtsexperten gelöst werden muss.“ Was heißt denn das schon wieder?

Die Bürgerliste hat – schon lange vor dem Umwidmungsverfahren – die sorgfältige Vorbereitung des Projekts eingefordert. Die Eignung des Grundstücks wegen der geringen Sonneneinstrahlung, die Förderfähigkeit, rechtzeitige Bodenuntersuchungen u.v.m. Auch auf die Hochwasserproblematik des durchfließenden Baches haben wir hingewiesen. „Alles geprüft, alles in Ordnung“. Auch die Experten der Wildbachverbauung hätten grünes Licht gegeben, wurde vom Bürgermeister und seinen Sachverständigen versichert. Und nun gibt es noch immer „Diskussionsbedarf“? Weder im zuständigen Raumordnungsausschuss noch im Gemeinderat wurde davon berichtet.


ÖVP will kein Seniorenheim – warum?

11. 12. 2018 • Bei allen Gelegenheiten beklagt die ÖVP die „Überalterung“ der Bevölkerung. Schön, dass die Menschen älter werden, warum trägt man dem nicht Rechnung? Warum verweigert man ein Seniorenheim in Hinterbrühl? Die Unabhängige Bürgerliste fordert es seit Jahren, in der Bürgerversammlung wurde es gefordert. Der Bürgermeister bleibt distanziert. Warum eigentlich? Bürgermeister Moser meinte, ein Seniorenheim müsse leistbar sein. Ja, eh. Aber ist es besser, gar kein Seniorenheim zu haben? Die Seniorenresidenz Liechtenstein z. B. bietet auch „leistbare“ Zimmer an, das neue Seniorenheim in Mödling war sofort ausgebucht – und es gibt Zuschüsse des Landes. 

Was leistbar ist, entscheidet die Gemeinde? 

Hinterbrühl ist vom Einkommen der Einwohner her eine der reichsten Gemeinden Niederösterreichs. Viele werden sich auch ein etwas teureres Heim leisten können – und wollen – wenn sie im vertrauten Ort und nahe der Familie bleiben können. Und das Angebot billigerer Zimmer wird man sicher verhandeln können. 

Private Betreiber für Projekt interessieren

Bei einem privaten Betreiber müsste die Gemeinde kein eigenes Geld in die Hand nehmen. Genau so ist es beim Betreuten und Jungen Wohnen geplant, wo eine Genossenschaft finanziert – warum soll das nicht bei einem Seniorenheim gehen? Über die erforderlichen Arbeitsplätze der Betreuerinnen und Betreuer könnte die Gemeinde Steuereinnahmen lukrieren. Die Anzahl der Hauptwohnsitzer würde mit einem Seniorenheim schlagartig steigen. Eine Win-Win-Situation.

Im Rahmen des Ortsentwicklungskonzepts wurde leider versäumt, eine so wichtige Infrastruktur-Einrichtung wie ein Seniorenheim vorzusehen. Das muss nachgeholt werden. Es ist nicht zu spät, sich ernsthaft mit dem Thema zu befassen.


Bürgerliste schlägt vor: Seniorenheim – Ein Nutzen für alle

07. 10. 2017 • Die Bürgerliste sieht neben der Schaffung von leistbarem Wohnraum für junge Familien und Betreutem Wohnen ein zentrales Ziel der künftigen Gemeindepolitik darin, die Errichtung eines Seniorenheimes im Ort zu forcieren. Die Senioren könnten im Ort bleiben und die Einnahmen der Gemeinde aus Kommunalsteuer und Ertragsanteilen würden steigen. 

So wie man den Wohnungsbau über Genossenschaften organisiert, können auch für die Errichtung eines Seniorenheimes spezialisierte Unternehmen sorgen, ohne die Gemeindefinanzen zu belasten. Zahlreiche Beispiele in anderen Gemeinden zeigen, dass für derartige Projekte große Nachfrage besteht und die Plätze in solchen Seniorenheimen häufig bereits vor der Fertigstellung ausgebucht sind.

Die (bisher letzten) Pläne für den Ausbau eines Seniorenheimes in Hinterbrühl scheiterten vor einigen Jahren an den verständlichen Bedenken der Anrainer. Der damalige Vorschlag der Bürgerliste, den Betreibern als Ersatz den Standort Sauerstiftung – hinter dem neuen SPAR – anzubieten, stieß bei der Gemeindeführung auf taube Ohren. Damit war auch das letzte Seniorenheim Hinterbrühls Geschichte.


Kein Platz für Senioren in Hinterbrühl

15.04.2016 • Viel wird versucht, um mehr Zuzug nach Hinterbrühl zu erreichen. Völlig ignoriert wird jedoch offenbar der Bevölkerungsschwund durch die Abwanderung von Senioren.


Wenn Hinterbrühler Senioren Unterstützung bei ihrer Lebensführung brauchen, stehen ihnen die Angebote der Heimhilfe zur Verfügung oder sie bekommen Unterstützung aus der Familie und der Nachbarschaft. Alle, für die diese Form der Hilfe nicht ausreichend ist, müssen sich außerhalb Hinterbrühls umsehen. 

Früher gab es in Hinterbrühl mehrere Seniorenheime: Das Ellen-Hagen-Haus, das Katharinenheim, das Josefsheim. 

Keine Seniorenheime – die Älteren wandern ab

Wer heute einen Platz in einem Seniorenheim oder betreutes Wohnen braucht, muss sich in den Nachbargemeinden umsehen – oder seinen Hauptwohnsitz in Wien belassen, um das dortige Angebot für Senioren in Anspruch nehmen zu können. Einige hundert Einwohner hat Hinterbrühl auf diese Weise eingebüßt.

Angebot in Hinterbrühl wäre ein Gewinn für alle

Betreutes Wohnen auf den Gründen der Sauerstiftung und ein Seniorenheim mit vollem Betreuungsangebot wären wünschenswerte Ziele. Gewinnen würden alle – die Senioren, die im gewohnten Umfeld nahe der Familie bleiben könnten, Arbeitsplätze in der Betreuung würden geschaffen, mehr Steuereinnahmen wären möglich, der Bevölkerungsschwund wäre gestoppt.